{"id":495,"date":"2024-09-12T08:07:00","date_gmt":"2024-09-12T08:07:00","guid":{"rendered":"https:\/\/legrandcontinent.eu\/dee\/2024\/09\/12\/der-draghi-bericht-die-kraft-fuer-reformen\/"},"modified":"2025-02-19T11:16:40","modified_gmt":"2025-02-19T11:16:40","slug":"der-draghi-bericht-die-kraft-fuer-reformen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/legrandcontinent.eu\/de\/2024\/09\/12\/der-draghi-bericht-die-kraft-fuer-reformen\/","title":{"rendered":"Der Draghi-Bericht:\u00a0 Die Kraft f\u00fcr Reformen"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Dieser Text ist auch in den anderen Sprachen des Grand Continent (franz\u00f6sisch, italienisch, spanisch) sowie <a href=\"https:\/\/geopolitique.eu\/en\/2024\/09\/09\/the-draghi-report-a-force-for-reform\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">in englischer Fassung auf der Website der Groupe d\u2019\u00e9tudes g\u00e9opolitiques verf\u00fcgbar<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Seit Beginn dieses Jahrhunderts sorgt sich Europa sich um ein verlangsamtes Wachstum. Obgleich Strategien zur Erh\u00f6hung der Wachstumsraten kamen und gingen, bleibt die Entwicklung unver\u00e4ndert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Verschiedene volkswirtschaftliche Indikatoren zeigen denselben Trend: eine gro\u00dfe Kluft hat sich zwischen dem BIP der EU und dem der USA aufgetan, die in erster Linie auf eine deutliche Verlangsamung des Produktivit\u00e4tswachstums in Europa zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Die europ\u00e4ischen Haushalte zahlen den Preis daf\u00fcr in Form von Einbu\u00dfen beim Lebensstandard. Seit 2000 ist das real verf\u00fcgbare Pro-Kopf-Einkommen in den USA fast doppelt so stark gestiegen wie in der EU.<\/p>\n\n\n\n<p>Lange Zeit wurde die Verlangsamung des Wachstums als l\u00e4stig, jedoch nicht als Bedrohung empfunden. EU-Exporteure haben es geschafft, Marktanteile in schneller wachsenden Weltregionen, insbesondere in Asien, zu erlangen. Die steigende Frauenerwerbst\u00e4tigkeit hat den Beitrag der Arbeitnehmer:innen zum Wachstum erh\u00f6ht. Nach den Krisen von 2008 bis 2012 ist die Arbeitslosigkeit in ganz Europa stetig gesunken. Dies hat dazu beigetragen, Ungleichheiten zu verringern und die Sozialschutzquoten zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Erstmals in ihrer j\u00fcngeren Geschichte beginnt f\u00fcr die EU eine Phase, in der das Wachstum nicht durch steigende Bev\u00f6lkerungszahlen unterst\u00fctzt wird.&nbsp;<\/p><cite>Mario Draghi<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Daneben profitierte die EU auch von einem g\u00fcnstigen globalen Umfeld. Durch multilaterale Regeln florierte der Welthandel. Unter dem Sicherheitsschirm der USA konnten Verteidigungsmittel f\u00fcr andere Priorit\u00e4ten verwendet werden. In einer Welt stabiler politischer Verh\u00e4ltnisse hatten wir keinen Grund, uns \u00fcber zunehmende Abh\u00e4ngigkeiten von L\u00e4ndern Sorgen zu machen, von denen wir annahmen, dass sie unsere Partner bleiben w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch das Fundament, auf dem wir gebaut haben, wird nun ersch\u00fcttert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das bis hierher geltende globale Paradigma l\u00f6st sich auf. Es sieht so aus, als sei die \u00c4ra des raschen Wachstums des Welthandels vorbei. EU-Unternehmen sehen sich mit zunehmender Konkurrenz aus dem Ausland konfrontiert und haben weniger Zugang zu ausl\u00e4ndischen M\u00e4rkten. Mit Russland hat Europa abrupt seinen wichtigsten Energielieferanten verloren. W\u00e4hrenddessen schwindet die geopolitische Stabilit\u00e4t und unsere Abh\u00e4ngigkeiten sind zu Vulnerabilit\u00e4ten geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der technologische Wandel beschleunigt sich rasant. Europa hat die vom Internet ausgel\u00f6ste digitale Revolution und damit einhergehende Produktionsgewinne weitgehend verpasst. In der Tat erkl\u00e4rt sich die Produktivit\u00e4tsl\u00fccke zwischen der EU und den USA prim\u00e4r durch den Tech-Sektor. Die EU schw\u00e4chelt in den aufstrebenden Technologien, die zuk\u00fcnftiges Wachstum antreiben werden. Nur vier der weltweit f\u00fchrenden Tech-Unternehmen haben ihren Sitz in Europa.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch Europas Bedarf an Wachstum steigt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die EU beginnt nun die erste Phase in ihrer j\u00fcngeren Geschichte, in der das Wachstum nicht durch steigende Bev\u00f6lkerungszahlen unterst\u00fctzt wird. Bis 2040 wird die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen j\u00e4hrlich voraussichtlich um fast 2 Millionen sinken. Wir werden st\u00e4rker auf Produktivit\u00e4t setzen m\u00fcssen, um das Wachstum anzukurbeln. Wenn die EU ihre durchschnittliche Produktivit\u00e4tswachstumsrate seit 2015 beibeh\u00e4lt, w\u00fcrde dies lediglich ausreichen, um das BIP bis 2050 konstant zu halten &#8211; und das zu einer Zeit, in der einer Reihe von neuen Investitionen bevorstehen, die durch h\u00f6heres Wachstum finanziert werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Digitalisierung und Dekarbonisierung der Wirtschaft sowie der Ausbau unserer Verteidigungskapazit\u00e4ten erfordern einen Anstieg der Investitionsquote in Europa um etwa 5 Prozentpunkte des BIP. Das entspricht einem Niveau, das zuletzt in den 1960er und 70er Jahren erreicht wurde. Das ist ein nie dagewesenes Ausma\u00df. Zum Vergleich: Die zus\u00e4tzlichen Investitionen im Rahmen des Marshall-Plans beliefen sich zwischen 1948 und 51 auf j\u00e4hrlich etwa 1-2 % des BIP.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Europa h\u00e4ngt in einer starren Industriestruktur fest.<\/p><cite>Mario Draghi<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Wenn Europa nicht produktiver werden kann, m\u00fcssen wir in Zukunft entscheiden. Wir werden nicht in der Lage sein, gleichzeitig f\u00fchrend bei neuen Technologien, ein Vorreiter in Sachen Klimaverantwortung und ein unabh\u00e4ngiger Akteur auf der Weltb\u00fchne zu sein. Wir werden nicht mehr in der Lage sein, unser Sozialmodell zu finanzieren. Wir werden einige, wenn nicht alle unsere Ambitionen zur\u00fcckschrauben m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist eine existenzielle Herausforderung.<\/p>\n\n\n\n<p>Europas Grundwerte sind Wohlstand, Gleichheit, Freiheit, Frieden und Demokratie in einer nachhaltigen Umwelt. Die EU existiert, um sicherzustellen, dass Europ\u00e4er:innen immer von diesen Grundrechten profitieren k\u00f6nnen. Wenn Europa sie nicht l\u00e4nger garantieren kann \u2013 oder sie gegeneinander abw\u00e4gen muss \u2013, verliert es seine Existenzberechtigung.<\/p>\n\n\n\n<p>Der einzige Weg, dieser Herausforderung zu begegnen, ist zu wachsen und produktiver zu werden, unter Wahrung unserer Werte von Gleichheit und sozialer Inklusion. Und produktiver werden kann Europa nur, wenn es sich radikal \u00e4ndert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Drei Handlungsfelder, um das Wachstum wieder anzukurbeln<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der Bericht nennt drei zentrale Handlungsfelder zur F\u00f6rderung eines nachhaltigen Wachstums. In keinem dieser Bereiche starten wir von Null. Die EU hat nach wie vor viele starke Aspekte \u2013 zum Beispiel leistungsf\u00e4hige Bildungs- und Gesundheitssysteme und stabile Sozialstaaten \u2013 , auf denen wir aufbauen k\u00f6nnen. Doch wir scheitern kollektiv daran, diese St\u00e4rken in produktive und konkurrenzf\u00e4hige Industrien auf der Weltb\u00fchne zu \u00fcbersetzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div data-wp-interactive=\"core\/file\" class=\"wp-block-file\"><object aria-label=\"PDF-Einbettung\" data-wp-bind--hidden=\"!state.hasPdfPreview\" hidden><\/object><a href=\"https:\/\/site58079-zjxfkz.scloudsite101.com\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/2024_Draghi-report_PART-A_V3.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p>Erstens \u2013 und das ist am wichtigsten \u2013 muss Europa seine kollektiven Bem\u00fchungen darauf konzentrieren, die Innovationsl\u00fccke zu den USA und zu China zu schlie\u00dfen \u2013 vor allem im Bereich der Fortschrittstechnologien.<\/p>\n\n\n\n<p>Europa h\u00e4ngt in einer starren Industriestruktur fest, in der kaum neue Unternehmen aufsteigen, um bestehende Industrien zu durchbrechen oder neue Wachstumsmaschinen zu entwickeln. Keines der EU-Unternehmen mit einem B\u00f6rsenwert \u00fcber 100 Milliarden Euro ist in den letzten f\u00fcnfzig Jahren von Grund auf neu aufgebaut worden. Dagegen sind alle sechs US Unternehmen mit einem Wert \u00fcber einer Billion in dieser Zeit entstanden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Mangel an Dynamismus ist selbstverst\u00e4rkend.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend EU-Unternehmen auf ausgereifte Technologien mit wenig Potential f\u00fcr bahnbrechende Innovationen spezialisiert sind, stecken sie weniger Geld in\u00a0 Forschung und Innovation (research and innovation, R&amp;I) \u2013 j\u00e4hrlich 270 Milliarden Euro weniger als ihre amerikanischen Kollegen. \u00dcber die letzten zwei Dekaden wurden die drei gr\u00f6\u00dften Investoren in R&amp;I in Europa von der Automobilbranche dominiert. In den fr\u00fchen 2000ern war das in den USA genauso, heute konzentrieren sich dort alle drei auf die Tech-Branche.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Europa fehlt es weder an Ideen noch an Ambitionen. Wir haben viele talentierte Forscher:innen und Unternehmer:innen, die Patente anmelden. Doch Innovation wird auf der Ebene dar\u00fcber blockiert: Es gelingt uns nicht, Innovation in Kommerzialisierung zu \u00fcbersetzen. Innovative Unternehmen, die sich in Europa vergr\u00f6\u00dfern wollen, werden bei jedem Schritt durch inkonsistente und restriktive Regulationen behindert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Infolgedessen bem\u00fchen sich viele europ\u00e4ische Unternehmen lieber bei US &#8211; Risikokapitalgebern um Finanzierung und skalieren in den US Markt. Zwischen 2008 und 2021 haben rund 30% der in Europa gegr\u00fcndeten \u201cUnicorns\u201d \u2013 Start-ups,&nbsp; die auf \u00fcber eine Milliarde US-Dollar bewertet worden sind \u2013&nbsp; ihren Sitz ins Ausland verlegt, \u00fcberwiegend in die USA.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die Welt an der Schwelle zur KI-Revolution steht, kann Europa es sich nicht leisten, in \u201cmittleren Technologien und Industrien\u201d des letzten Jahrhunderts h\u00e4ngen zu bleiben. Wir m\u00fcssen unser innovatives Potential freisetzen. Das wird nicht nur der Schl\u00fcssel zu einer f\u00fchrenden Rolle in neuen Technologien, sondern auch um KI in unsere bestehende Industrie zu integrieren, so dass sie ganz vorne mithalten k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div data-wp-interactive=\"core\/file\" class=\"wp-block-file\"><object aria-label=\"PDF-Einbettung\" data-wp-bind--hidden=\"!state.hasPdfPreview\" hidden><\/object><a href=\"https:\/\/site58079-zjxfkz.scloudsite101.com\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Draghi-report-Part-B-1.pdf\" class=\"wp-block-file__button wp-element-button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p>Ein wesentlicher Aspekt dieser Agenda wird sein, den Europ\u00e4er:innen die F\u00e4higkeiten zu vermitteln, die sie zur Teilhabe an neuen Technologien ben\u00f6tigen, so dass Technologie und soziale Inklusion Hand in Hand gehen. In Sachen Innovation sollte Europa anstreben, mit den USA gleichzuziehen. Bei der Bereitstellung von Bildungsangeboten, Erwachsenenbildung und guten Arbeitspl\u00e4tzen f\u00fcr die gesamte Erwerbszeit sollte das Ziel sein, die USA zu \u00fcbertreffen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite Handlungsbereich ist ein gemeinsamer Plan zur Dekarbonisierung und Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Werden die ehrgeizigen EU-Klimaziele um einen koh\u00e4renten Plan zu ihrer Umsetzung erg\u00e4nzt, so wird die Dekarbonisierung zur Chance f\u00fcr Europa. Doch solange es uns nicht gelingt, unsere politischen Ma\u00dfnahmen miteinander abzustimmen, besteht das Risiko, dass die Dekarbonisierung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit und dem Wachstum entgegenl\u00e4uft.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl die Energiepreise wieder merklich gesunken sind, bleiben die Strompreise f\u00fcr EU-Unternehmen zwei- bis dreimal h\u00f6her als in den USA. Die Preise f\u00fcr Erdgas sind vier- bis f\u00fcnffach h\u00f6her. Dieses Preisgef\u00e4lle ist prim\u00e4r auf den Mangel an nat\u00fcrlichen Ressourcen in Europa zur\u00fcckzuf\u00fchren, aber auch auf grundlegende Probleme unseres gemeinsamen Energiemarkts. Marktregeln verhindern, dass Unternehmen und Haushalte die vollen Vorteile erneuerbarer Energien in ihren Rechnungen sp\u00fcren. Hohe Steuern und Rendite f\u00fcr Finanzdienstleister erh\u00f6hen die Energiepreise unserer Volkswirtschaft.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mittelfristig wird die Dekarbonisierung die Energieerzeugung in Richtung sicherer, g\u00fcnstiger nachhaltiger Energiequellen verschieben. Doch mindestens bis zum Ende dieser Dekade behalten fossile Brennstoffe einen relevanten Einfluss auf unsere Energiepreise. Ohne einen Plan zum Transfer von Dekarbonisierungsgewinnen an Endverbraucher, werden die Energiepreise das Wachstum weiter dr\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>Der weltweite Trend zur Dekarbonisierung ist auch eine Wachstumschance f\u00fcr die EU Industrie. Die EU ist Weltmarktf\u00fchrerin in nachhaltigen Energien wie Windkraftanlagen, Elektrolysatoren und kohlenstoffarmen Treibstoffen. Mehr als ein F\u00fcnftel der sauberen und nachhaltigen Technologien weltweit werden hier entwickelt.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem ist nicht sicher, dass Europa diese Gelegenheit&nbsp; ergreift. Die chinesische Konkurrenz im Bereich nachhaltiger Technologien und E-Mobilit\u00e4t wird immer st\u00e4rker, angetrieben von einer kraftvollen Kombination massiver Industriepolitiken und Subventionen, rasanter Innovation, Verf\u00fcgungsgewalt \u00fcber Rohmaterialien und die F\u00e4higkeit in kontinentalem Ma\u00dfstab zu produzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die EU steht vor einem Dilemma. Eine zunehmende Abh\u00e4ngigkeit von China mag der g\u00fcnstigste und effizienteste Weg sein, um unsere Dekarbonisierungsziele zu erreichen. Doch die staatsfinanzierte chinesische Konkurrenz stellt auch eine Bedrohung unserer produktiven <em>Clean Tech-<\/em> und Automobilindustrie dar.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Dekarbonisierung ist notwendig, um unseren Planeten zu sch\u00fctzen. Damit sie zudem zu einer Grundlage des europ\u00e4ischen Wachstums wird, brauchen wir einen gemeinsamen Plan, der sowohl die energieerzeugenden als auch die dekarbonisierenden Branchen wie nachhaltige Technologien und die Automobilindustrie umfasst.<\/p>\n\n\n\n<p>Das dritte Handlungsfeld betrifft die Steigerung von Sicherheit und Minderung von Abh\u00e4ngigkeiten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sicherheit ist eine Voraussetzung f\u00fcr nachhaltiges Wachstum. Steigende geopolitische Risiken k\u00f6nnen die Unsicherheit steigern und Investitionen verhindern, w\u00e4hrend gr\u00f6\u00dfere geopolitische Schocks oder pl\u00f6tzliche Unterbrechungen des Handels extrem disruptiv sein k\u00f6nnen. In dem Ma\u00dfe, wie die \u00c4ra der geopolitischen Stabilit\u00e4t schwindet, steigt das Risiko, dass die zunehmende Unsicherheit zu einer Bedrohung f\u00fcr Wachstum und Freiheit wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Europa ist dem besonders ausgesetzt. Wir verlassen uns auf eine Handvoll Lieferanten kritischer Rohstoffe, vor allem China, w\u00e4hrend die globale Nachfrage nach diesen G\u00fctern infolge der Transition zu erneuerbaren Emergieren rapide ansteigt. Auch bei digitalen Technologien sind wir gr\u00f6\u00dftenteils von Importen abh\u00e4ngig. 75-90 % der Fertigungskapazit\u00e4ten f\u00fcr in der Chipproduktion ben\u00f6tigten Halbleiter liegen in Asien.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Abh\u00e4ngigkeiten reichen oft in beide Richtungen \u2013 zum Beispiel verl\u00e4sst sich China darauf, dass die EU seine industrielle \u00dcberkapazit\u00e4t absorbiert \u2013 doch f\u00fchrende Volkswirtschaften wie die USA versuchen aktiv, sich daraus zu l\u00f6sen. Wenn die EU nicht reagiert, riskieren wir, Zwangsmitteln ausgesetzt zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Situation brauchen wir eine genuine EU-\u201eAu\u00dfenwirtschaftspolitik\u201d um unsere Freiheit zu bewahren \u2013 sogenannte Staatskunst. Die EU muss Pr\u00e4ferenzhandelsabkommen und Direktinvestitionen mit rohstoffreichen L\u00e4ndern koordinieren, in ausgew\u00e4hlten kritischen Sektoren Vorr\u00e4te anlegen und Industriepartnerschaften aufbauen, um die Lieferkette f\u00fcr Schl\u00fcsseltechnologien zu sichern. Nur gemeinsam k\u00f6nnen wir die n\u00f6tige Hebelwirkung auf den Markt entfalten, um all dies zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Frieden ist das erste und wichtigste Ziel Europas. Doch die Sicherheitsrisiken steigen und wir m\u00fcssen uns vorbereiten. Zusammengenommen stehen die R\u00fcstungsausgaben der EU weltweit an zweiter Stelle, doch das spiegelt sich nicht in der Kapazit\u00e4t unserer R\u00fcstungsindustrie.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fragmentierung der europ\u00e4ischen R\u00fcstungsindustrie senkt ihre F\u00e4higkeit, im gro\u00dfen Ma\u00dfstab zu produzieren. Zudem leidet sie unter einem Mangel an Standardisierung und Interoperabilit\u00e4t von Ausr\u00fcstung. Das schw\u00e4cht Europas F\u00e4higkeit, als koh\u00e4sive Macht zu handeln. Zum Beispiel werden in Europa zw\u00f6lf verschiedene Panzertypen hergestellt, w\u00e4hrend die USA nur einen produzieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Welche Hindernisse gibt es?&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>In vielen dieser Felder handeln die Mitgliedstaaten bereits jeweils f\u00fcr sich und bringen industriepolitische Ma\u00dfnahmen auf dem Weg. Doch ist offensichtlich, dass Europa hinter dem zur\u00fcckbleibt, was wir erreichen k\u00f6nnten, wenn wir gemeinsam&nbsp; vorgehen w\u00fcrden. Drei Hindernisse stehen dem im Weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Erstens fehlt es Europa an Fokus. Wir formulieren gemeinsame Ziele, doch wir sichern sie nicht durch klare Priorisierungen oder gemeinsame politische Ma\u00dfnahmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Beispiel behaupten wir, Innovation zu f\u00f6rdern, doch wir erh\u00f6hen weiterhin die Regulationslast f\u00fcr EU-Unternehmen. Besonders f\u00fcr KMUs ist das kostspielig, f\u00fcr Start-Ups aussichtslos. \u00dcber die H\u00e4lfte der KMUs in Europa bezeichnen hindernde Regulationen und B\u00fcrokratieaufwand als ihre gr\u00f6\u00dften Herausforderungen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die seit Dekaden bestehende Fragmentierung unseres Binnenmarkts hat einen kaskadenartigen negativen Effekt auf unsere Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Sie treibt schnell wachsende Unternehmen ins Ausland, wodurch sich die Zahl der zu finanzierenden Projekte verringert und die Entwicklung der europ\u00e4ischen Kapitalm\u00e4rkte behindert wird. Denn ohne wachstumsstarke Projekte, in die investiert werden kann, und Kapitalm\u00e4rkte, um sie zu finanzieren, verlieren die Europ\u00e4er Wohlstandschancen. Obwohl EU-Haushalte mehr sparen als US-Haushalte, ist ihr Wohlstand seit 2009 im Vergleich zu letzteren nur um ein Drittel gewachsen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>In vielen Bereichen kann die EU durch eine gro\u00dfe Zahl kleiner Schritte beachtliches erreichen, wenn dabei in koordinierter Weise alle politischen Ma\u00dfnahmen auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet werden.<\/p><cite>Mario Draghi<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Zweitens verschwendet Europa seine gemeinsamen Ressourcen. Wir verf\u00fcgen \u00fcber eine gro\u00dfe kollektive Kaufkraft, die wir jedoch auf viele verschiedene nationale und EU-Instrumente verteilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispielsweise gibt es in der R\u00fcstungsindustrie noch immer keine Zusammenarbeit, die unseren Unternehmen bei der Integration und Skalierung helfen w\u00fcrde. Die gemeinschaftliche Beschaffung von Verteidigungsg\u00fctern macht weniger als ein F\u00fcnftel der R\u00fcstungsausgaben in Europa im Jahr 2022 aus. Zudem beg\u00fcnstigen wir nicht die wettbewerbsf\u00e4higen europ\u00e4ischen Verteidigungsunternehmen. Zwischen Mitte 2022 und Mitte 2023 gingen 78 % der gesamten R\u00fcstungsausgaben an Nicht-EU-Lieferanten, davon 63 % an die USA.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnliches gilt mit Blick auf Innovation. Auch hier kollaborieren wir zu wenig, obwohl \u00f6ffentliche Investitionen in bahnbrechende Technologien gro\u00dfe Kapitalpools erfordern, und der Gewinn f\u00fcr alle Beteiligten beachtlich ist. Gemessen am BIP investiert der \u00f6ffentliche Sektor in der EU ebenso viel in R&amp;I wie in den USA, doch nur ein Zehntel dieser Ausgaben finden auf EU-Ebene statt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Drittens fehlt es in Europa an Koordination dort, wo es z\u00e4hlt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Heutige Industriestrategien \u2013 zu beobachten in den USA und China \u2013 verbinden unterschiedliche politische Ma\u00dfnahmen: von Finanzpolitik und Anreizen f\u00fcr die Inlandsproduktion \u00fcber Handelspolitik zur Bestrafung wettbewerbswidriger Praktiken und Au\u00dfenwirtschaftspolitik bis hin zur Sicherung von Lieferketten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im europ\u00e4ischen Kontext bedarf eine derartige Kombination verschiedener Politikfelder eines hohen Grades an Koordination zwischen nationalen und EU-Ma\u00dfnahmen. Indes ist die EU durch ihren langsamen und zersetzenden Policy Making-Prozess kaum in der Lage,&nbsp; eine solche Initiative umzusetzen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die europ\u00e4ische Entscheidungsfindungsregeln haben sich mit den Erweiterungen der EU nicht ausreichend ver\u00e4ndert, w\u00e4hrend die globale Umwelt komplexer und ablehnender geworden ist. Entscheidungen werden typischerweise Thema f\u00fcr Thema getroffen, mit diversen Vetospielern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ergebnis ist ein legislativer Prozess, in dem es durchschnittlich 19 Monate dauert, bis ein neues Gesetz verabschiedet ist, vom Vorschlag der Kommission bis zur Unterzeichnung der angenommenen Akte \u2013 und damit sind die Gesetze noch nicht in den Mitgliedsstaaten implementiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel dieses Berichts ist es, eine neue Industriestrategie f\u00fcr Europa zu entwerfen, um diese Hindernisse zu \u00fcberwinden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir identifizieren die Ursachen der schw\u00e4chelnden Position der EU in strategischen Schl\u00fcsselsektoren und arbeiten eine Reihe von Empfehlungen aus, um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der EU wiederherzustellen. F\u00fcr jeden untersuchten Sektor benennen wir kurzfristige und mittelfristige Priorit\u00e4ten. In anderen Worten, diese Vorschl\u00e4ge sind nicht als Wunschvorstellungen gedacht: die meisten sind daf\u00fcr ausgelegt, schnell implementiert zu werden, um die Aussichten der EU sp\u00fcrbar zu verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p>In vielen Bereichen kann die EU durch eine gro\u00dfe Zahl kleiner Schritte beachtliches erreichen, wenn dabei in koordinierter Weise alle politischen Ma\u00dfnahmen auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet werden. In anderen Bereichen sind eine kleine Zahl gro\u00dfer Schritte erforderlich \u2013 durch Delegation von Aufgaben an die EU-Ebene, die nur hier ausgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. In wiederum anderen Bereichen sollte die EU einen Schritt zur\u00fccktreten, das Subsidiarit\u00e4tsprinzip rigoroser anwenden und regulatorische H\u00fcrden f\u00fcr EU-Unternehmen reduzieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine entscheidende Frage ist, wie die EU die massiven Investitionen leisten kann, die f\u00fcr die Transformation der Wirtschaft notwendig sind. Im Bericht stellen wir dazu Simulationen vor, aus denen zwei Schlussfolgerungen gezogen werden k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Erstens: Europa muss die Kapitalmarktunion vorantreiben, dennoch wird der Privatsektor nicht in der Lage sein, den Hauptanteil der Investitionskosten zu tragen, wenn er nicht vom \u00f6ffentlichen Sektor unterst\u00fctzt wird. Zweitens: Je bereitwilliger die EU sich reformiert, um eine Steigerung der Produktivit\u00e4t zu erreichen, desto gr\u00f6\u00dfer wird der fiskalische Spielraum, und desto leichter wird der \u00f6ffentliche Sektor diese Unterst\u00fctzung leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Zusammenhang verdeutlicht, warum die Steigerung der Produktivit\u00e4t von grundlegender Bedeutung ist. Das hat auch Auswirkungen auf die Ausgabe gemeinsamer sicherer Verm\u00f6genswerte. Um maximale Produktivit\u00e4t zu erreichen, bedarf es einer gemeinsamen Finanzierung von Investitionen in zentrale europ\u00e4ische \u00f6ffentliche G\u00fcter, beispielsweise in bahnbrechende Innovationen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Es gibt verschiedene Figurationen, in denen wir uns vorw\u00e4rts bewegen k\u00f6nnen. Was wir nicht tun d\u00fcrfen, ist auf der Stelle zu treten.<\/p><cite>Mario Draghi<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig nennt der Bericht weitere \u00f6ffentliche G\u00fcter,&nbsp; wie etwa die R\u00fcstungsindustrie oder grenz\u00fcberschreitende Netze, die ohne gemeinschaftliches Handeln nicht ausreichend bereitgestellt werden k\u00f6nnen. Sobald die politischen und institutionellen Voraussetzungen erf\u00fcllt sind, k\u00f6nnten diese Projekte auch gemeinsam finanziert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Bericht erscheint in einer schwierigen Zeit f\u00fcr unseren Kontinent.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sollten uns von der Illusion verabschieden, dass nur Prokrastination den Konsens erhalten kann. Tats\u00e4chlich hat uns die Prokrastination nur langsameres Wachstum beschert und gewiss nicht mehr Konsens gebracht. Wir sind an einem Punkt, an dem wir entweder unseren Wohlstand, unsere Umwelt oder unsere Freiheit einschr\u00e4nken m\u00fcssen, wenn wir nicht handeln.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn die in dem Bericht dargelegte Strategie Erfolg haben soll, m\u00fcssen wir mit einer gemeinsamen Bestandsaufnahme beginnen: Wo stehen wir, welche Ziele wollen wir priorisieren, welche Risiken verhindern und zu welchen Kompromissen sind wir bereit?<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen sicherstellen, dass unsere demokratisch gew\u00e4hlten Institutionen im Zentrum dieser Debatten stehen. Reformen k\u00f6nnen nur dann ambitioniert und nachhaltig sein, wenn sie demokratisch legitimiert sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und wir m\u00fcssen uns neu in Richtung Kooperation orientieren: indem wir Hindernisse beseitigen, Regeln und Gesetze angleichen und politische Ma\u00dfnahmen koordinieren. Es gibt verschiedene Figurationen, in denen wir uns vorw\u00e4rts bewegen k\u00f6nnen. Was wir nicht tun d\u00fcrfen, ist auf der Stelle zu treten.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Vertrauen, dass es uns gelingen wird, voranzukommen, sollte stark sein. Zu keiner Zeit in der Vergangenheit schien der Ma\u00dfstab unserer L\u00e4nder so klein und inad\u00e4quat angesichts der Gr\u00f6\u00dfe der Herausforderungen. Und es ist lange her, dass Selbsterhalt so ein gemeinsames Anliegen war. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr eine geeinte Reaktion waren noch nie so \u00fcberzeugend \u2013 und in unserer Einheit werden wir die Kraft f\u00fcr Reformen finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem ausschlie\u00dflich in der Revue erscheinenden Vorwort zu seinem Bericht erl\u00e4utert Mario Draghi seine Empfehlungen zur Steigerung der europ\u00e4ischen Wettbewerbsf\u00e4higkeit.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":496,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"templates\/post-editorials.php","format":"standard","meta":{"_acf_changed":true,"_trash_the_other_posts":false,"footnotes":""},"categories":[22],"tags":[],"staff":[77],"editorial_format":[],"serie":[],"audience":[],"geo":[71],"class_list":["post-495","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik","staff-mario-draghi","geo-europa"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.1.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Der Draghi-Bericht:\u00a0 Die Kraft f\u00fcr Reformen - 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