{"id":455,"date":"2022-05-09T16:54:07","date_gmt":"2022-05-09T16:54:07","guid":{"rendered":"https:\/\/legrandcontinent.eu\/dee\/2022\/05\/09\/das-europa-der-sieben-unionen\/"},"modified":"2025-02-19T11:19:58","modified_gmt":"2025-02-19T11:19:58","slug":"das-europa-der-sieben-unionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/legrandcontinent.eu\/de\/2022\/05\/09\/das-europa-der-sieben-unionen\/","title":{"rendered":"Das Europa der sieben Unionen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">Europa besch\u00fctzt uns. In einer brutalen Welt haben wir das das Privileg und das Gl\u00fcck in einem politischen Raum zu leben, dessen politische Grundwerte der Dialog, der Frieden und die Kraft des Rechtes sind und nicht das Recht des St\u00e4rksten gilt. Europa ist unersetzbar. Selbst seine Kritiker m\u00fcssen einsehen, dass es in diesen dramatischen Zeiten die einzige Zuflucht ist. Europa ist ein fragiles Gebilde. Es gen\u00fcgt, dass einer der 27 Mitgliedstaaten sich quer stellt, um alles zu verkomplizieren, bis hin zur politischen L\u00e4hmung. Deswegen muss Europa reformiert und seinem historischen Auftrag sowie den Erwartungen seiner B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger angepasst werden. Die EU muss vom knebelnden Vetorecht befreit werden, die ihre Ambitionen erstickt. Ihre soziale Dimension muss gest\u00e4rkt werden. In Fragen der Energie, der Sicherheit und der Au\u00dfenpolitik muss sie endlich m\u00fcndig werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bedrohung durch Putin ist der Leviathan, der uns zwingt, diesen Sprung nach vorne zu wagen und zu zeigen, dass wir, auch in einer Welt der Gewalt, gedeihen und durch die Macht unserer Werte als handlungstragende Akteure auftreten k\u00f6nnen. Es bleibt nur eine Aufgabe zu bew\u00e4ltigen: den Weg vollenden, den wir vor 65 Jahren begonnen haben. Zum ersten Mal k\u00f6nnen wird das tun, wir standen noch nie so kurz vor einer f\u00f6deralen Wende. In Italien ist das Vertrauen in die Europ\u00e4ische Union seit dem 24. Februar auf den h\u00f6chsten Wert seit zehn Jahren angestiegen. Und in ganz Europa haben die europ\u00e4ischen B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen entschieden, ihre Werte, die sie bedroht sehen, zu verteidigen. Millionen von Menschen sind auf die Stra\u00dfe gegangen. Sie haben verstanden, dass dies die Stunde der Einheit ist. Es gibt in der Tat einen B\u00fcndnis, ein Aufbegehren f\u00fcr das europ\u00e4ische Projekt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der ukrainischen Trag\u00f6die stehen sich zwei entgegengesetzte Blickweisen auf internationale Beziehungen gegen\u00fcber. Die EU will eine Macht der Werte sein: Sie vermittelt ihre Interessen und Werte nicht durch Gewalt, sondern durch Regeln, Frieden, Kultur, ihre einzigartige Lebensweise und ein einzigartiges Entwicklungsmodell. Auf der anderen Seite steht Putin, der der Macht des Gesetzes mit dem Gesetz der Macht begegnet und eine eindeutige Botschaft an die Welt sendet: es sei kein Platz f\u00fcr Alternativen zu seinem Modell. Eine Mischung aus neuer Machtpolitik und altem Imperialismus.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Putin hat seine Verachtung f\u00fcr das europ\u00e4ische Modell nie verborgen: F\u00fcr ihn geh\u00f6rt die EU nicht zu den Gro\u00dfm\u00e4chten. Er argumentiert durch die Linse des 20. Jahrhunderts und diesem Jahrhundert entleiht er seine frustrierten Ambitionen eines aufstrebenden russischen Gendarmen und Hegemons der Sicherheitsordnung des Alten Kontinents.<\/p>\n\n\n\n<p>Das europ\u00e4ische Modell gegen Putin zu verteidigen, das hei\u00dft vor allem zu verstehen, dass die Macht der Werte nicht allein ein Traum von Idealisten oder Sch\u00f6ngeister ist. Das sind wir uns selbst denjenigen, die weiterhin hoffnungsvoll auf Europa blicken, schuldig. Den Ukrainern und Ukrainerinnen, die Widerstand leisten und f\u00fcr ihre W\u00fcrde und Unabh\u00e4ngigkeit k\u00e4mpfen, aber auch f\u00fcr die europ\u00e4ische Freiheit. Wir k\u00f6nnen sie nicht alleine lassen und es darf keine \u00c4quidistanz geben.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Um eine Macht der Werte zu werden, die in der Lage ist den Frieden zu verteidigen, braucht die EU Instrumente, die den heutigen Herausforderungen gerecht werden und eine strategische Doktrin, die unseren Prinzipien Kraft gibt. Heute sind alle Bedingungen erf\u00fcllt, um den Prozess der europ\u00e4ischen Integration auf ein h\u00f6heres Niveau zu heben. Aus dem Krieg und der Pandemie m\u00fcssen \u201csieben Unionen\u201d hervorgehen. Sieben zu verwirklichende Unionen, deren Wurzeln weit weit zur\u00fcckliegen, die aber in dieser Krisenzeit wieder \u00e4u\u00dferst aktuell geworden sind.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Um eine Macht der Werte zu werden, die in der Lage ist den Frieden zu verteidigen, braucht die EU eine strategische Doktrin, die unseren Prinzipien Kraft gibt. <\/p><cite>Enrico Letta<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1.<\/h2>\n\n\n\n<p>Erstens, eine Union in au\u00dfenpolitischen Angelegenheiten. Die Reaktion war unverz\u00fcglich. In Antwort auf die Invasion der Ukraine hat die Union unverz\u00fcglich eine Tatkraft bewiesen, die sie in diesem Bereich noch nie gezeigt hat. In wenigen Stunden wurden Sanktionen mit nie dagewesener Intensit\u00e4t und Reichweite beschlossen. Ebenso nie dagewesen war eine derartige europ\u00e4ische Einheit: Einstimmigkeit hinsichtlich des Vorgehens aber auch der politischen Verurteilung. Dies ist eine beispiellose Haltung, revolution\u00e4r im Vergleich zur Vergangenheit, als unterschiedliche Interessen gegen\u00fcber Russland die EU-L\u00e4nder spalteten. Die Sanktionen funktionieren, sie schmerzen, trotz aller Drohungen und Versuche, sie zu umgehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beobachter sind sich dar\u00fcber einig, dass das russische BIP 2022 einen schwindelerregenden Absturz erleben wird, nach j\u00fcngsten Vorhersagen bis zu 10 % oder gar 12 %. Die Sanktionen wirken, weil die internationale Gemeinschaft gemeinsam gehandelt hat, allen voran die Mitgliedsstaaten der EU und die transatlantischen Partner. Das Einfrieren der Reseren der russischen Zentralbank, ein Plan den Mario Draghi gemeinsam mit Janet Yellens entwickelt hat, war wirkungsvoll gerade weil er einen Gro\u00dfteil des weltweiten Finanzsystems betrifft.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Erfahrungen muss die Union ausnutzen, wenn sie ihre Rolle und ihre Werte verteidigen will. Mit der gleichen Einstimmigkeit muss sie nun Ma\u00dfnahmen ergreifen um unsere Wirtschaften zu sch\u00fctzen, indem sie Haushalte und Unternehmen f\u00fcr die Auswirkungen der Sanktionen kompensiert und soweit m\u00f6glich von der Inflation abschirmt. Doch vor allem muss sie aufpassen, dass das geeinte und unverz\u00fcgliche Agieren der letzten Monate zur Regel wird, statt Ausnahme zu bleiben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2.<\/h2>\n\n\n\n<p>Zweitens, eine Union die sich auf unsere Nachbarn ausdehnt. Auch hier besteht es ein deutliches Bewusstsein f\u00fcr den Bedarf, ein politisches Signal an jene L\u00e4nder zu senden, die der Union beitreten wollen. F\u00fcr die Ukraine, die Republik Moldau und Georgien ist die Zugeh\u00f6rigkeit zu Europa wortw\u00f6rtlich eine Frage von Leben und Tod.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir d\u00fcrfen die nach 1989 begangenen Fehler nicht wiederholen. Seinerzeit zwang man die L\u00e4nder des ehemaligen Ostblocks 15 bis 18 Jahre auf einen Beitritt in die EU zu warten. Und dass trotz des fulminanten Eintritt Ostdeutschlands durch die Wiedervereinigung. Diese nicht enden wollende Ungewissheit hat eine Frustration gesch\u00fcrt, die bis heute anh\u00e4lt und sich in Misstrauen und Missverst\u00e4ndnissen \u00e4u\u00dfert. Dieselbe Unzufriedenheit, gemischt mit Ungeduld, sp\u00fcren wir auf dem Westbalkan, einem vor allem f\u00fcr Italien strategisch wichtigen Gebiet.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser instabilen Zeit drohen entt\u00e4uschte Erwartungen um so mehr erneut einen Boomerang-Effekt zu haben. Heute aufnehmen, um morgen integrieren zu k\u00f6nnen, ist eine geopolitische Priorit\u00e4t f\u00fcr die Union. Es ist unvorstellbar (und kontraproduktiv), denjenigen die T\u00fcr zu verschlie\u00dfen, die sich nach europ\u00e4ischer Demokratie sehnen und autokratische Modelle ablehnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Es ist unvorstellbar (und kontraproduktiv), denjenigen die T\u00fcr zu verschlie\u00dfen, die sich nach europ\u00e4ischer Demokratie sehnen und autokratische Modelle ablehnen.<\/p><cite>Enrico Letta<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen eine europ\u00e4ische Konf\u00f6deration aufbauen, eine Art gr\u00f6\u00dferen Ring, der die 27 EU-Mitgliedstaaten und die&nbsp; Kandidatenstaaten zusammenh\u00e4lt Die EU w\u00fcrde ihrem \u00fcblichen Kurs folgen, doch mit einem politisch sichtbaren Raum um sie herum, der die europ\u00e4ische Identit\u00e4t jener st\u00e4rkt, die ihr angeh\u00f6ren wollen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein solcher Staatenbund kann den den offiziellen Beitrittsprozess nicht ersetzen \u2013 der parallel fortgef\u00fchrt w\u00fcrde \u2013, und dennoch k\u00f6nnte man eine wertvolle Alternative zum rigiden, bin\u00e4ren \u201cin oder out\u201d-System anbieten. Ohne die Voraussetzungen f\u00fcr eine Vollmitgliedschaft in der Union zu verw\u00e4ssern, sollte die Konf\u00f6deration R\u00e4ume und Gelegenheiten vorsehen, um sich \u00fcber die gro\u00dfen strategischen Entscheidungen Europas auszutauschen, angefangen bei der Au\u00dfenpolitik, der Verteidigung des Friedens und dem Kampf gegen den Klimawandel. Ich stelle mir europ\u00e4ische Gipfeltreffen vor, bei denen wir am ersten Tag auf Unionsebene und am zweiten Tag auf konf\u00f6derativer Ebene zusammenkommen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">3.<\/h2>\n\n\n\n<p>Die dritte Union, bei der sich bereits ein ver\u00e4ndertes Tempo andeutet, betrifft ebenfalls die Aufnahme: es geht um die gemeinsame Asylpolitik. Es ist unn\u00f6tig, an die Fehlschl\u00e4ge der letzten Jahre zu erinnern: Die Einwanderung ist das gro\u00dfe schwarze Loch Europas. Teilweise aufgrund einer geografischen Asymmetrie der Betroffenheit erleben wir seit \u00fcber einem Jahrzehnt eine Konfrontation zwischen den Mittelmeerl\u00e4ndern, die bei der Aufnahme von Migranten sowie der Forderung nach einem gemeinsamen europ\u00e4ischen Ansatz der Migrationspolitik an vorderster Front stehen, und Mitteleuropa, das jedem Vorschlag zwischenstaatlicher Solidarit\u00e4t ablehnend gegen\u00fcbersteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ukraine-Krise kehrt dieses Szenario um. In wenigen Tagen ist Polen zum zweitwichtigsten Aufnahmeland f\u00fcr Gefl\u00fcchtete weltweit geworden. Im selben Zeitraum wurde einstimmig beschlossen, erstmalig die \u201cRichtlinie \u00fcber vor\u00fcbergehenden Schutz\u201d zu aktivieren, ein Instrument, dass bereits 2001 eingef\u00fchrt und seither wegen nationalen Vetos noch nie eingesetzt wurde.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist ein historischer Moment: die Richtlinie garantiert Gefl\u00fcchteten aus der Ukraine ein Aufenthaltsrecht f\u00fcr mindestens ein Jahr, ohne dass diese sich mit labyrinthartigen Verwaltungsprozeduren und Asylgesuchen auseinandersetzen m\u00fcssen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist viel, doch es reicht nicht aus. Europa hat in einer Notsituation gut reagiert, jetzt muss eine strukturelle Antwort f\u00fcr den Umgang mit Migrationsstr\u00f6men gefunden werden. Und das ist keine einfache Herausforderung. Mehrere Staaten erheben bereits Einw\u00e4nde, die sich auf Unterschiedlichkeiten zwischen den aus dem Osten ankommenden Menschen und denjenigen, die das Mittelmeer \u00fcberqueren, st\u00fctzen. Diese Einw\u00e4nde sind politisch und ethisch nicht akzeptabel. Sie zur\u00fcckzuweisen und eine Vereinbarung zu finden, die Solidarit\u00e4t und Chancen miteinander in Einklang bringt, ist eine Reifepr\u00fcfung f\u00fcr die EU als Wertegemeinschaft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">4.<\/h2>\n\n\n\n<p>Viertes Kapitel: Europa und die Energie. Der Krieg in der Ukraine hat die politische Agenda durcheinander gebracht und die Frage der Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Energietr\u00e4ger an oberste Stelle aufr\u00fccken lassen. Heute machen uns Gas und Erd\u00f6l in doppelter Weise verletzlich: geopolitisch und durch Klimaeffekte. Geopolitisch insofern, da auf dem Gebiet der EU&nbsp; praktisch keine Vorkommen von fossilen Brennstoffen liegen: nur 0,2 % der weltweiten Erdgasreserven und 0,1 % der Erd\u00f6lvorr\u00e4te. Und was das Klima betrifft, erinnert und der j\u00fcngste Bericht des Weltklimarats (IPCC) der Vereinten Nationen daran, dass \u201cohne eine unverz\u00fcgliche und weitreichende Verringerung der Emissionen aller Sektoren, die Begrenzung der Klimaerw\u00e4rmung auf 1,5\u00b0C unm\u00f6glich wird\u201d und dass folglich eine \u201csubstantielle Verringerung der Nutzung fossiler Brennstoffe\u201d unumg\u00e4nglich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts dieser doppelten Verwundbarkeit gibt es nur eine L\u00f6sung: die Beschleunigung der Produktion von gr\u00fcner Energie. Dies kann nicht ohne die europ\u00e4ische Dimension einer gemeinsamen Energiepolitik geschehen. Der <em>REPowerEU<\/em>-Plan ist ein Schritt in die richtige Richtung, doch nun ist eine st\u00e4rkere Integration der wichtigsten Elementen der Energieunion erforderlich: gemeinsame Versorgung, gemeinsame Speicher, Netzintegration und koordinierte Investitionsprojekte.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor allem dieser letzte Punkt ist essentiell um das zentrale Ziel zu erreichen: eine Vervielf\u00e4ltigung unsere Kapazit\u00e4t zur Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen, um \u2013 endlich \u2013 Nachhaltigkeit und Energieautonomie zu verbinden. So k\u00f6nnen wir zugleich unabh\u00e4ngig von fossilen Energietr\u00e4gern werden und von der Notwendigkeit Energietr\u00e4ger zu importieren. Diese Transition ist jedoch nur effizient, wenn sie auch gerecht ist. Alle Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen sich in den Rahmen der europ\u00e4ischen Solidarit\u00e4t und das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit einf\u00fcgen. Soziale Gerechtigkeit innerhalb der L\u00e4nder, um den Gelbwesteneffekt zu vermeiden und eine gerechte Transition zu gew\u00e4hrleisten. Und soziale Gerechtigkeit auch zwischen den Staaten, denn auf dem Weg zur Energieunion m\u00fcssen Ausgleichsmechanismen zwischen den L\u00e4ndern angedacht werden, um zu verhindern, dass die wirtschaftlichen Unterschiede im Binnenmarkt wachsen statt zu schrumpfen, wie uns Paolo Gentiloni immer wieder in Erinnerung ruft.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Alle Ma\u00dfnahmen der energetischen Transition m\u00fcssen sich in den Rahmen der europ\u00e4ischen Solidarit\u00e4t und das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit einf\u00fcgen.<\/p><cite>Enrico Letta<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">5. <\/h2>\n\n\n\n<p>Von der Energiesicherheit zur milit\u00e4rischen Sicherheit: die f\u00fcnfte Union ist die Union der Verteidigung. Wenn man die \u00f6ffentliche Debatte in den italienischen Medien verfolgt, erscheint dies als kurzfristige Idee, als etwas ganz Neues. Tats\u00e4chlich wurde die europ\u00e4ische Verteidigung seit dem Beginn des europ\u00e4ischen Integrationsprojekts diskutiert. Nach dem Scheitern der&nbsp; Europ\u00e4ischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG), einer f\u00f6deral ausgerichtete Idee zur L\u00f6sung der europ\u00e4ischen Frage, entstand 1954 ein eher funktionalistischer Vorschlag, der 1957 zur Gr\u00fcndung der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft f\u00fchrte. Seitdem gab es keine ernsthafte Debatte \u00fcber eine gemeinsame Verteidigung mehr, zumindest nicht bis zur Wahl von Donald Trump.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Paradoxon der mangelnden Integration in Verteidigungsfragen l\u00e4sst sich durch Zahlen belegen: Wenn man die Milit\u00e4rausgaben der 27 EU-Staaten zusammenz\u00e4hlt, sind sie fast viermal so hoch wie die der &#8222;milit\u00e4rischen Supermacht&#8220; Russland. Dennoch schl\u00e4gt sich dies nicht in einer angemessenen Verteidigungsf\u00e4higkeit nieder. Tats\u00e4chlich f\u00fchren fehlende Synergien zu Ineffizienzen und Redundanzen, die noch nie so unvertretbar waren wie dieser Tage. Die neuen Sicherheits- und Verteidigungsanstrengungen, welche die europ\u00e4ischen Staaten bereits eingeleiteten haben, m\u00fcssen mit dem Aufbau einer f\u00f6deral inspirierten Steuerung einhergehen, die das Konzept der EVG aufgreift.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/legrandcontinent.eu\/fr\/2019\/10\/18\/il-est-difficile-doublier-lempire-une-conversation-avec-romano-prodi\/\">Romano Prodi <\/a>schl\u00e4gt einen Kurs vor, mit dem dies erreicht werden kann. Dieser beginnt mit einem Pakt zwischen Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Wenn die vier gr\u00f6\u00dften Staaten der EU nicht mitziehen, wird es unm\u00f6glich. Und solange wir daran scheitern, dann kann die Spannung, die derzeit auf den transatlantischen Beziehungen liegt und der Rolle der NATO liegt, nicht beigelegt werden. Die Widerspr\u00fcche zwischen der von den USA von ihren europ\u00e4ischen Partnern geforderten &#8222;Lastenteilung&#8220; bei den Verteidigungskosten und dem legitimen Wunsch der Europ\u00e4er, ihre strategische Autonomie zu entwickeln, werden andauern. Wir m\u00fcssen uns mit Entschlossenheit f\u00fcr die Verteidigungsunion entscheiden. Es ist der einzige Weg, um eine wirksame Synthese zwischen der Bed\u00fcrfnis nach Schutz und der Notwendigkeit, unsere Identit\u00e4t als Wertemacht zu entwickeln, zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das europ\u00e4ische Modell muss sich jedoch nicht nur gegen &#8222;\u00e4u\u00dfere&#8220; Feinde verteidigen. Es gibt auch erbitterte Gegner innerhalb unserer eigenen Demokratien. Gegenmittel finden sich insbesondere in den beiden letzten der zu verwirklichenden Unionen: der sechsten und der siebten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">6.<\/h2>\n\n\n\n<p>Die sechste Union ist die des sozialen Europas. In den letzten Jahren haben Populisten und Konservative ganz offen die Fundamente von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bedroht. Um dieser inneren Bedrohung zu begegnen, muss das soziale Europa gest\u00e4rkt werden, und dazu der im Mai vergangenen Jahres auf dem Gipfeltreffen in Porto eingeschlagene Weg fortgesetzt werden, beginnend mit den Bem\u00fchungen, den europ\u00e4ischen Plan gegen Arbeitslosigkeit <em>SURE<\/em> auszuweiten und zu strukturieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Nie zuvor gab es einen so untrennbaren Zusammenhang zwischen der Demokratie und dem europ\u00e4ischen Sozialmodell. In einer Phase gro\u00dfer Umbr\u00fcche bedarf es einer Demokratie mit starker sozialer Dimension: die ist der Raum der Umverteilung, der Solidarit\u00e4t und des rechtlichen Schutzes. So wie Jacques Delors es 2016 formulierte: &#8222;Wenn die europ\u00e4ische Politik den Zusammenhalt untergr\u00e4bt und soziale Standards opfert, hat das europ\u00e4ische Projekt keine Mittel, um die Unterst\u00fctzung der europ\u00e4ischen B\u00fcrger zu gewinnen&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">7.<\/h2>\n\n\n\n<p>Aus demselben Grund ist es nicht l\u00e4nger m\u00f6glich, den Aufbau einer Gesundheitsunion &#8211; der siebten Union &#8211; aufzuschieben, die allen europ\u00e4ischen B\u00fcrgern die gleichen Standards f\u00fcr Gesundheitsversorgung und Wohlstand garantiert. Dabei gilt es territoriale Unterschiede zu \u00fcberwinden, die selbst innerhalb Italiens immer noch skandal\u00f6s sind.&nbsp; Ursula Von Der Leyen hat \u00f6ffentlich ihre Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass dies eines der Ergebnisse der<em> Konferenz zur Zukunft Europas <\/em>sein m\u00f6ge, jenes gro\u00dfen Prozesses der partizipativen Demokratie, der seit fast einem Jahr B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen, Sozialpartner, Zivilgesellschaft und Institutionen in eine transparente und integrative Diskussion einbindet. Diese Konferenz bietet eine gro\u00dfe Chance, dem Weg der europ\u00e4ischen Integration neuen Schwung zu verleihen, und zwar erstmals auf Grundlage von Vorgaben, die aus \u00dcberlegungen und Diskussionen der B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen hervorgehen und somit \u00fcber die herk\u00f6mmlichen Partizipationsinstrumente der repr\u00e4sentativen Demokratie hinausgehen. Diese Chance droht jedoch vertan zu werden, wenn es keinen klaren politischen Willen gibt, ihre Erkenntnisse ernst zu nehmen, verbunden mit einem konkreten Engagement, sie voranzutreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese sieben Unionen k\u00f6nnen selbstverst\u00e4ndlich nicht ohne eine Reform der europ\u00e4ischen Wirtschaftssteuerung gedacht werden. Eine Verl\u00e4ngerung der Aussetzung des Stabilit\u00e4tspaktes \u2013 die vor dem Hintergrund des Krieges so schnell wie m\u00f6glich angek\u00fcndigt werden sollte \u2013 darf nicht als Ausrede dienen um einmal mehr eine ernsthafte Diskussion dieser Frage zu verschieden. Eine Reform des Stabilit\u00e4tspaktes ist unumg\u00e4nglich und seit langem f\u00e4llig. Die Verabschiedung eines gemeinsamen Papiers von Spanien und den Niederlanden am 4. April zeigt, dass die Debatte er\u00f6ffnet ist und Raum f\u00fcr neuartige Allianzen bietet. Italien muss eine F\u00fchrungsrolle \u00fcbernehmen, da es um eine strategisch wichtige Verhandlung f\u00fcr unsere Wirtschaft geht, die sich eine dritte Rezession innerhalb von zehn Jahren nicht leisten kann. Es muss gelingen, einen entscheidenden Beitrag zu leisten, so wie&nbsp; es Italien beim Aufbau von <em>Next Generation EU<\/em> getan hat und nun f\u00fcr dessen effektive Umsetzung tun muss. Der Stabilit\u00e4tspakt muss zum Nachhaltigkeitspakt werden, der strukturell jene \u00f6ffentlichen Investitionen erm\u00f6glicht, die f\u00fcr den \u00f6kologischen Wandel und die Wiederbelebung einer nachhaltigen Wirtschaft im Einklang mit der Strategie von <em>Next Generation EU<\/em> notwendig sind. Innerhalb dieses neuen Rahmens sollten die Regeln f\u00fcr den Schuldenabbau an den Kontext des jeweiligen Landes angepasst werden, so wie von Spanien und den Niederlanden beschrieben, um das Wachstum nicht abzuw\u00fcrgen und die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.<\/p>\n\n\n\n<p>In all diesen Bereichen versucht Europa, zeitgem\u00e4\u00dfe Antworten zu finden. Die derzeitige institutionelle Architektur der Union erm\u00f6glicht bereits Fortschritte auf dem Weg zu einem besser koordinierten und wirkungsvolleren Vorgehen. Doch das gen\u00fcgt nicht: Was wir brauchen, ist ein Durchbruch, eine Vision. Denn im Rahmen der bestehenden Vertr\u00e4ge gibt es Grenzen f\u00fcr einen weiteren Fortschritt bei der europ\u00e4ischen Integration. All dies l\u00e4sst sich in einem Wort zusammenfassen: &#8222;Einstimmigkeit&#8220;. Es sind die nationalen Vetos, die nicht zulassen, dass die EU effizienter agiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel gen\u00fcgt um sich die Absurdit\u00e4t der Lage bewusst zu machen: 2020 nach dem Wahlbetrug in Belarus und dem gewaltvollen Niederschlag der Demonstrationen hat die EU-Kommission unverz\u00fcglich eine Reihe von Sanktionen verk\u00fcndet, die jedoch f\u00fcr mehr als einen Monat durch eine einzige Gegenstimme von Zypern blockiert wurde. Es ist schwierig, nicht zu vermuten, dass diese Verz\u00f6gerung eines der Signale war, die Putin dazu gebracht haben, alles zu riskieren, \u00fcberzeugt, dass die Union nicht in der Lage sein, auf eine Invasion im gro\u00dfen Ma\u00dfstab zu reagieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Vetorecht ist vielleicht eine der gr\u00f6\u00dften Paradoxien der Union: Es ist ein wesentliches Element der europ\u00e4ischen Schw\u00e4che, aber auch dasjenige, das von bestimmten nationalen F\u00fchrern am h\u00e4ufigsten benutzt wird, um sich tr\u00fcgerisch stark zu f\u00fchlen. Allen voran der ungarische Premierminister Orb\u00e1n, der nach seiner Wiederwahl die von der Bev\u00f6lkerung verliehene Legitimit\u00e4t nutzte, um sich f\u00fcr das Veto stark zu machen. Er setzte es nicht nur bei einer einzigen Frage ein, sondern drohte vielmehr mit der gr\u00f6\u00dferen Gefahr, es systematisch einzusetzen. Die Einstimmigkeit war schon immer das gr\u00f6\u00dfte Hindernis f\u00fcr die europ\u00e4ische Integration. Wir haben das seit der Zeit von Margaret Thatcher gesehen, deren europ\u00e4isches Erbe sehr schwer wiegt. Durch die st\u00e4ndige Festlegung von Grenzen, Bremsen und Hindernissen hat sie die Europ\u00e4ische Union zu einem asymmetrischen Gebilde gemacht, das bei der wirtschaftlichen Integration sehr weit fortgeschritten, an den Fronten der politischen Integration und des Sozialschutzes jedoch sehr schwach ist. Noch heute zahlen wir f\u00fcr diesen Schaden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Das Vetorecht ist vielleicht eine der gr\u00f6\u00dften Paradoxien der Union: Es ist ein wesentliches Element der europ\u00e4ischen Schw\u00e4che, aber auch dasjenige, das von bestimmten nationalen F\u00fchrern am h\u00e4ufigsten benutzt wird, um sich tr\u00fcgerisch stark zu f\u00fchlen. <\/p><cite>Enrico Letta<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Ohne einen institutionellen Sprung nach vorn wird die Union in der Welt von heute und vor allem in der Welt von morgen keine echte Wertemacht sein. Die \u00c4nderung der Vertr\u00e4ge darf kein Tabu mehr sein, sondern muss zu einem konkreten politischen Kampf werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute, da die ganze Welt bereit scheint, taktische Positionen angesichts von Not und h\u00f6heren Interessen aufzugeben, \u00f6ffnet sich ein M\u00f6glichkeitsfenster. Es ist an der Zeit, eine neue europ\u00e4ische Konvention zu entwickeln, die an die <em>Konferenz zur Zukunft Europas ankn\u00fcpft<\/em>. Die Konvention ist die logische Folge der Konferenz: ausgehend von den mit den Institutionen und Sozialpartnern diskutierten Vorschl\u00e4gen der B\u00fcrger und B\u00fcrgerinnen, mit dem Ziel einer Reform der Vertr\u00e4ge. Das w\u00e4re das erste gro\u00dfe Beispiel f\u00fcr das Potential der Demokratie&nbsp; im dritten Millennium. Diese logische Kontinuit\u00e4t wird auch durch die Makrothemen nahegelegt, mit denen sich die Konferenz zur Zukunft Europas befasst, und die sich weitgehend mit den oben genannten Anforderungen decken. Es w\u00e4re zudem eine sch\u00f6ne Art, das Andenken an David Sassoli zu w\u00fcrdigen, der einer der leidenschaftlichsten Unterst\u00fctzer der Konferenz war. Somit findet die Konvention ihre Legitimit\u00e4t und St\u00e4rke in den Grunds\u00e4tzen unseres demokratischen Modells selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir ben\u00f6tigen einen \u201cstarken\u201d Moment wie die Konvention, denn die Umw\u00e4lzungen des letzten Monats sind nicht minder stark. Eine \u201cRevision\u201d der institutionellen Infrastruktur der Union kann nicht gen\u00fcgen. Was wir neben den vielen politischen Entscheidungen brauchen, ist vor allem <em>die<\/em> Politik an sich. Anders ausgedr\u00fcckt: Die politischen Instrumente m\u00fcssen von einer europ\u00e4ischen Doktrin, einer ehrgeizigen Vision begleitet werden, wenn wir die Union wirklich in eine Macht der Werte \u00fcberf\u00fchren wollen. &#8222;Seele und Schraubenzieher&#8220;&nbsp;<span class='whitespace-nowrap'><span id='easy-footnote-1-455' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/legrandcontinent.eu\/de\/2022\/05\/09\/das-europa-der-sieben-unionen\/#easy-footnote-bottom-1-455' title='Enrico Letta, &lt;em&gt;Anima e cacciavite&lt;\/em&gt;, Solferino: 2021.'><sup>1<\/sup><\/a><\/span><\/span> gemeinsam, auch in der Europ\u00e4ischen Union, um unsere Rolle in der Welt zu verteidigen, die Menschen zu sch\u00fctzen und unsere Demokratien zu st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Eine \u201cRevision\u201d der institutionellen Infrastruktur der Union kann nicht gen\u00fcgen. Was wir neben den vielen politischen Entscheidungen brauchen, ist vor allem <em>die<\/em> Politik an sich. <\/p><cite>Enrico Letta<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Diese St\u00e4rkung muss von effizienteren Regeln zum Schutz unserer Werte innerhalb der Union selbst begleitet sein. Wir k\u00f6nnen keine Wertemacht sein, wenn wir nicht koh\u00e4rent mit unseren Werten umgehen: wir m\u00fcssen Mechanismen einrichten, die effektiv Mitgliedstaaten blockieren und sanktionieren, die diese in Frage stellen, besonder indem wir die in <em>Next Generation EU<\/em> eingef\u00fchrten Kriterien auf alle europ\u00e4ischen Finanzmittel ausweiten. Diese kn\u00fcpfen die Allokation von Mitteln an die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch die Seele verpflichtet uns auch dazu, unangenehme Fragen zu stellen. Die europ\u00e4ischen Werte der Demokratie und Offenheit werden nicht nur von Putins Ambitionen angegriffen, sondern auch von politischen, demographischen und wirtschaftlichen Entwicklungen, denen wir ins Auge sehen m\u00fcssen. Wie kann man auf den Aufstieg autokratischer Regime reagieren, die in den letzten Jahren weltweit zahlenm\u00e4\u00dfig die Demokratien \u00fcberboten haben ? Auf welcher Grundlage sind wir bereit, uns ihnen zu stellen? Und was sind die roten Linien, die wir nicht \u00fcberschreiten d\u00fcrfen, wenn wir unsere Werte nicht verraten wollen? Weder Isolationismus noch Zynismus sind mit der europ\u00e4ischen Identit\u00e4t vereinbar: Wir brauchen eine neue und unverwechselbare Antwort.<\/p>\n\n\n\n<p>Und welche Antwort gibt man den sich verbreitenden \u00f6konomischen Modellen, die die Regeln des \u00f6konomischen Multilateralismus auf den Pr\u00fcfstand stellen ? Die Welthandelsorganisation (WTO) entstammt einer Epoche, in der 60% des weltweiten BIP in offenen Wirtschaften des westlichen Typs generiert wurde, doch die Berechnungen von Bloomberg deuten an, dass dieser Anteil bis 2050 auf 26% fallen wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sind wir bereit ein offenes Wirtschaftsmodell zu verteidigen, ohne in jene Naivit\u00e4t zu verfallen, die und in den letzten Jahren einer untreuen Konkurrenz des chinesischen Modells \u2013 getragen von staatlichen Subventionen getragen ist und ohne Respekt vor sozialen und \u00f6konomischen Normen \u2013 ausgesetzt hat? Wie stellen wir uns unsere Partner f\u00fcr eine neue Globalisierung vor, die endlich der sozialen Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit Priorit\u00e4t einr\u00e4umt ?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verteidigung des Friedens und unseres europ\u00e4ischen Modells h\u00e4ngt von der Antwort auf diese Fragen ab.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die europ\u00e4ische Konvention ist der beste Ort um diese Frage zu vertiefen und in dieser Weise die EU endlich mit neuen Instrumenten auszustatten, die den globalen Herausforderungen und unseren Werten gerecht werden. Heute haben wir die Gelegenheit eine neue Seite auf dem Weg der europ\u00e4ischen Integration aufzuschlagen. Wir haben die Aufgabe, diese sieben Unionen zu verwirklichen. Und um das zu tun, schlagen wir der progressiven europ\u00e4ischen Familie vor, dies zu unserer gemeinsamen Mission zu machen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Italien muss sich, wie die anderen europ\u00e4ischen Staaten, voll und ganz eines Epochenwechsels gewahr sein, der mutige Entscheidungen erfordert, wenn wir in der Welt von morgen noch existieren und einflussreich sein wollen. Als die europ\u00e4ische Integration begann, war die Welt klein, mit weniger als drei Milliarden Menschen. Heute sind es bereits acht. Wir Europ\u00e4er waren eine halbe Milliarde von dreien und heute sind wir immer noch eine halbe Milliarde, aber von acht. In dieser kleinen Welt waren wir gro\u00dfe L\u00e4nder. Italien, wie Frankreich oder Deutschland. Heute wandeln wir uns von gro\u00dfen L\u00e4ndern in einer kleinen Welt zu viel kleineren L\u00e4ndern in einer gro\u00dfen Welt. Um in der heutigen gro\u00dfen Welt einflussreich und in der Lage zu sein, uns zu sch\u00fctzen, m\u00fcssen wir die bewusste Entscheidung treffen, uns zusammenzuschlie\u00dfen. Nur auf diese Weise werden wir morgen gemeinsam gro\u00df genug sein, um so einflussreich zu sein, wie es einzelne europ\u00e4ische L\u00e4nder im letzten Jahrhundert waren. Wenn wir den Sirenenkl\u00e4ngen der Souver\u00e4nisten und Nationalisten folgen, wenn wir uns nicht ein f\u00fcr alle Mal vereinen, wenn wir diese sieben Unionen nicht zu Ende f\u00fchren, werden wir eine Zukunft als kleine, unbedeutende L\u00e4nder haben, die gezwungen sind, sich unter den Schutz anderer zu begeben, um zu \u00fcberleben. Putins Krieg hat alle Zweifel und Alibis beseitigt. Wir m\u00fcssen uns f\u00fcr unsere Zukunft und die unserer Kinder entscheiden. Jetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Politische wieder in die Union einf\u00fchren. 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