{"id":426,"date":"2022-04-01T04:00:00","date_gmt":"2022-04-01T04:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/legrandcontinent.eu\/dee\/2022\/04\/01\/europa-macht-im-werden\/"},"modified":"2025-02-19T11:20:56","modified_gmt":"2025-02-19T11:20:56","slug":"europa-macht-im-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/legrandcontinent.eu\/de\/2022\/04\/01\/europa-macht-im-werden\/","title":{"rendered":"Europa, Macht im Werden"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">In der Nacht des 24. Februar 2022 wurden in Russland 160 Raketen in Richtung Ukraine gez\u00fcndet. In Europa sind wir in einer neuen Welt aufgewacht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">Dies ist sicherlich nicht die das erste Mal, dass Wladimir Putin zu Gewalt und Aggression greift: 2008 hat Georgien ein Invasion erlebt und auch die Ukraine hat bereits 2014 die Annexion der Krim und der Intervention im Donbass erlitten. Eine Art Nostalgie nach dem Zarenreich, verbunden mit Rachegeist und aus der Luft gegriffenen L\u00fcgen haben einen illegalen Invasionskrieg gegen einen souver\u00e4nen und unabh\u00e4ngigen Staat entfesselt. Diese Verletzung internationalen Rechts und der UN-Charta wird noch beunruhigender, da Russland ein permanentes Mitglied im UN-Sicherheitsrat ist. Nach kaum einem Monat verzeichnen wir Tausende Tote, Millionen Binnenvertriebene, Millionen Gefl\u00fcchtete, in Tr\u00fcmmer gelegte St\u00e4dte \u2013 Mariupol ist wie von der Weltkarte gel\u00f6scht \u2013, Kriegsverbrechen\u2026. All das keine 2000 Kilometer von Paris entfernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Verbrechen werfen Fragen auf. Warum hat Wladimir Putin entschieden, in die Ukraine einzufallen? Es scheint offensichtlich, dass er nicht akzeptieren will, dass in \u201cseinem Einflussbereich\u201d, in \u201cseinen historischen Gebieten\u201d, Menschen leben, sich entwickeln und die Wahl treffen, sich in Richtung der freien und demokratischen Welt orientieren. Die ukrainische Bev\u00f6lkerung hatte diese mutige Wahl 2014 auf dem Maidan getroffen. Die Hoffnung der europ\u00e4ischen Werte: Frieden, Wohlstand, Demokratie und Freiheit. Das ist der wahre Grund des Kriegs in der Ukraine. Wladimir Putin betrachtet die Demokratie als Pandemie, den Krieg als Impfung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die europ\u00e4ische Antwort auf die russische Aggression<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir sind also direkt betroffen \u2013 Auch wenn wir uns nicht im Krieg mit Russland befinden, sind wir direkt betroffen, da wir eine Macht sein wollen, welche die R\u00fcckkehr zu einer Welt des homo homini lupus verhindern will, in der die internationalen Beziehungen von archaischen K\u00e4mpfen um Territorien oder Ressourcen geleitet sind und der Krieg als Herrschaftsinstrument fungiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben auf diese neue Bedrohung reagiert. Heutzutage ist die strategische Autonomie &#8211; eine Agenda der Souver\u00e4nit\u00e4t im kontinentalen Ma\u00dfstab \u2013 keine sympathische Idee von Tr\u00e4umern mehr. Angesichts sukzessiver Krisen \u2013 erst  Covid-19 und nun der Krieg in der Ukraine \u2013 erleben wir ein europ\u00e4isches Erwachen&nbsp;<span class='whitespace-nowrap'><span id='easy-footnote-1-426' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/legrandcontinent.eu\/de\/2022\/04\/01\/europa-macht-im-werden\/#easy-footnote-bottom-1-426' title='In diesem Erwachen lernt Europa \u201cim Interregnum zu navigieren\u201d. (Grand Continent, Politiques de l\u2019interr\u00e8gne, Paris, Gallimard, M\u00e4rz 2022).'><sup>1<\/sup><\/a><\/span><\/span>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Heutzutage ist die strategische Autonomie &#8211; eine Agenda der Souver\u00e4nit\u00e4t im kontinentalen Ma\u00dfstab \u2013 keine sympathische Idee von Tr\u00e4umern mehr. Angesichts sukzessiver Krisen \u2013 erst Covid-19 und nun der Krieg in der Ukraine \u2013 erleben wir ein europ\u00e4isches Erwachen<\/p><cite>Charles Michel<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir haben eine essentielle Tatsache verstanden: die Ukrainer zu unterst\u00fctzen bedeutet, uns selbst zu unterst\u00fctzen. Ihre Rechte und ihre Freiheiten zu unterst\u00fctzen bedeutet auch unsere fundamentalen Interessen zu verteidigen: Frieden, eine regelbasierte internationale Ordnung, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie. Das ist der eigentliche Grund weshalb die Europ\u00e4ische Union zun\u00e4chst reagierte und dann handelte: geeint, stark und schnell. Beispiellos.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Ma\u00dfnahmen bestehen aus drei Teilen: Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine, Sanktionen gegen Russland und internationale Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2014 Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine<\/h3>\n\n\n\n<p>Wir haben erhebliche finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine mobilisiert. \u00dcberdies finanzieren wir zum ersten Mal in unserer Geschichte Waffenlieferungen. Die Entscheidung daf\u00fcr haben wir bereits am dritten Kriegstag getroffen, unmittelbar nachdem Selenskyj mich direkt darum gebeten hat. Wir sind zudem mit humanit\u00e4rer Unterst\u00fctzung und der menschenw\u00fcrdigen Aufnahme von Fl\u00fcchtlingen zur Stelle<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2014 Sanktionen<\/h3>\n\n\n\n<p>Wir haben Sanktionen in nie dagewesenen Ausma\u00df erhoben. Sie zielen auf das wirtschaftliche und finanzielle Fundament des russischen Regimes. Und sie sind schmerzhaft. Die russisches Zentralbank, das Finanzsystem, Oligarchen, staatliche Unternehmen. Alle sind betroffen. Der Rubel ist eingebrochen. Falls notwendig, sind wir zu weiteren Ma\u00dfnahmen bereit. Ziel ist es, die Cash-Maschine des Regimes, die den Krieg finanziert, zu Fall zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2014 Internationale Ma\u00dfnahmen<\/h3>\n\n\n\n<p>Auf internationaler Ebene haben wir unsere Ma\u00dfnahmen intensiv und minuti\u00f6s mit unseren Verb\u00fcndeten und Partnern koordiniert. In unseren multilateralen Gremien, bei den G7 wie auch in UN und NATO, geht es darum zu zeigen, dass keine Konfrontation zwischen Russland auf der einen Seite und dem transatlantischen Westen auf der anderen Seite vorliegt. Es geht darum zu zeigen, dass es eine breite Antikriegskoalition bereit ist, das V\u00f6lkerrecht zu verteidigen. Aus diesem Grund sind st\u00e4ndige diplomatische Bem\u00fchungen in Afrika, Lateinamerika und im Indopazifik unerl\u00e4sslich. Ich werde im weiteren darauf zur\u00fcckkommen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Um unsere Macht zu verstehen, m\u00fcssen wir verstehen, wie wir Putin \u00fcberrumpelt haben<\/h2>\n\n\n\n<p>Knapp einen Monat nachdem er den Krieg erkl\u00e4rt hat, hat Putin das Gegenteil von dem erreicht, was er wollte. Er dachte, er k\u00f6nne die Ukraine milit\u00e4risch in wenigen Tagen besiegen &#8211; er hat sich geirrt. Er dachte, er k\u00f6nne die Regierung von Wolodymyr Selenskyj destabilisieren und durch eine Marionettenregierung ersetzen &#8211; er hat sich geirrt. Er dachte, er k\u00f6nne die Europ\u00e4er teilen und die Fr\u00fcchte seiner Saat der Unstimmigkeit ernten \u2013 er hat sich geirrt. Er dachte, er k\u00f6nne das transatlantische B\u00fcndnis ersch\u00fcttern \u2013 es ist st\u00e4rker denn je. Auch darin hat er sich geirrt.<\/p>\n\n\n\n<p>In Wirklichkeit hat er mit seinem Druck auf die Kriegstaste m\u00f6glicherweise den Ansto\u00df f\u00fcr die Selbstzerst\u00f6rung seines Regimes gegeben. Dieser Befund darf uns nicht dazu verleiten, weniger wachsam zu werden: Putin\u2019s Flucht nach vorn kann lange dauern sein und sie kann ihn auch noch gef\u00e4hrlicher machen. Doch ich bin \u00fcberzeugt: Wir haben ihn \u00fcberrumpelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Ausma\u00df unserer Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine \u2013 inklusive milit\u00e4rischer Ausr\u00fcstung \u2013 und der Macht unserer finanziellen und \u00f6konomischen Sanktionen hat er nicht gerechnet. Zweifelsohne h\u00e4tten wir selbst nicht gedacht, dass wir dazu in der Lage sein w\u00fcrden. Diese Krise zeigt einmal mehr, dass Europa\u2019s Macht sich in der Not zeigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Um unsere St\u00e4rke zu begreifen, m\u00fcssen wir verstehen, dass die Union ein Projekt in st\u00e4ndiger Bewegung ist. Sie ist vor allem ein Projekt der Transformation. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Um unsere St\u00e4rke zu begreifen, m\u00fcssen wir verstehen, dass die Union ein Projekt in st\u00e4ndiger Bewegung ist. Sie ist vor allem ein Projekt der Transformation.<\/p><cite>Charles Michel<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>In einer instabilen und sich wandelnden Welt, konfrontiert mit globalen Herausforderung, unter denen die wichtigste der Klimawandel ist, haben wir 2019 entschieden, die doppelte Transition &#8211; \u00f6kologisch und digital &#8211; zu unserer Transformationsstrategie zu machen. Und somit unsere Handlungskapazit\u00e4t uns unseren Einfluss in der Welt zu st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist die Richtung, die Pr\u00e4sident Macron 2017 an der Sorbonne vorgeschlagen hat und die er in einem hier erschienenen Interview&nbsp;<span class='whitespace-nowrap'><span id='easy-footnote-2-426' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/legrandcontinent.eu\/de\/2022\/04\/01\/europa-macht-im-werden\/#easy-footnote-bottom-2-426' title='\u201cDie Macron-Doktrin: Ein Gespr\u00e4ch mit dem franz\u00f6sischen Staatspr\u00e4sidenten\u201d, Der Grand Continent, 16.November 2020, https:\/\/site58079-zjxfkz.scloudsite101.com\/2020\/11\/16\/macron\/&lt;a href=&quot;https:\/\/legrandcontinent.eu\/fr\/2020\/11\/16\/macron\/&quot;&gt;&lt;\/a&gt;'><sup>2<\/sup><\/a><\/span><\/span> vertieft hat: eine echte europ\u00e4ische Souver\u00e4nit\u00e4t schaffen um sowohl unsere Kapazit\u00e4t, unsere Werte und Interessen zu verteidigen als auch unsere B\u00fcrger, ihre Sicherheit, ihre Freiheit und ihre Lebensweise zu sch\u00fctzen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die strategische Autonomie ist die Herausforderung unserer Generation. Ende 2019 haben wir eine erste strategische Entscheidung getroffen: die 27 Staaten haben sich verpflichtet bis 2050 Klimaneutralit\u00e4t zu erreichen. Wir haben so einen Zielhorizont festgelegt und politischen Raum f\u00fcr die Pr\u00e4zisierung des Europ\u00e4ischen Green Deal geschaffen. Die Dekarbonisierung unserer Gesellschaften und Volkswirtschaften bedeutet, dass wir uns schrittweise von fossilen Brennstoffen und den damit verbundenen Abh\u00e4ngigkeiten &#8211; etwa von russischem Gas und \u00d6l &#8211; verabschieden m\u00fcssen. Im Lichte der aktuellen Ereignisse erscheint das offensichtlich. 2019, vor kaum zwei Jahren, war es das jedoch noch nicht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Die strategische Autonomie ist die Herausforderung unserer Generation. <\/p><cite>Charles Michel<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Doch die Union hat den Weg gezeigt. Andere Staaten haben sich dem Ziel der Klimaneutralit\u00e4t angeschlossen. Heute, in der Matrix einer &#8222;\u00d6kologie des Krieges&#8220;, st\u00fctzt das geostrategische Imperativ das Klimaziel.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere strategische Autonomie ruht auf drei S\u00e4ulen. Zun\u00e4chst m\u00fcssen wir uns auf universelle Werte st\u00fctzen: die W\u00fcrde und Freiheit des Menschen, die Solidarit\u00e4t, die Rechtsstaatlichkeit. Die zweite S\u00e4ule ist der Wohlstand, der zuk\u00fcnftig eine Transformation nach dem auf der gr\u00fcnen und digitalen Transition basierenden Entwicklungsmodell erfordert. Die dritte S\u00e4ule ist die St\u00e4rkung unserer F\u00e4higkeit, in strategischen Angelegenheiten gemeinsam zu handeln.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Europa ist das Ziel einfach: es darf kein Spielfeld f\u00fcr die Ambitionen anderer werden. Um in der Welt Gewicht zu haben, muss Europa anderen gegen\u00fcber respektvoll handeln &#8211; und sich selbst Respekt verschaffen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Europa nach dem Ende der Geschichte : Wie wir die Politik der 20er Jahre gestalten k\u00f6nnen<\/h2>\n\n\n\n<p>In der schwierigen Phase, die Europa heute durchlebt, erinnere ich mich an die aufregende Zeit der 1990er Jahre. Es war eine Zeit der Hoffnung: die Berliner Mauer war gefallen, die Sowjetunion zusammengebrochen, das europ\u00e4ische Projekt nahm Fahrt auf. Eine Zeit des Optimismus und des Vertrauens in die Zukunft er\u00f6ffnete sich, Francis Fukuyama entwarf seine Diagnose eines \u201cEndes der Geschichte\u201d und des unaufhaltsamen Sieges der liberalen Demokratie und der Marktwirtschaft. Heute hat diese These an Bedeutung verloren. Die Entstehung neuer Formen von Autokratie auf der ganzen Welt ist nur ein Beispiel f\u00fcr die vielen Entwicklungen, die nicht nur verfr\u00fchte, sondern auch zu optimistische Vorhersagen widerlegt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt keine geraden Wege. Die Geschichte der Menschheit ist keine Linie des Fortschritts hin zu einer idealen Zukunft. Und der k\u00fcrzeste Weg von Punkt A zu Punkt B ist nicht immer die gerade Linie. Nichts ist selbstverst\u00e4ndlich, vor allem nicht Freiheit und Demokratie &#8211; auch nicht in Europa.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch am Ausgang dieser nebul\u00f6sen Offenheit der Neunziger Jahre zeichnete sich das Projekt Europa ab. Es befindet sich auf der Fortschrittskurve der Menschheit. Es zielt darauf ab, unsere wertvollsten G\u00fcter zu sichern: Frieden, Demokratie und Wohlstand. Die Tr\u00fcmmer und die Asche zweier aufeinanderfolgender Weltkriege waren paradoxerweise der fruchtbare N\u00e4hrboden f\u00fcr den Aufbau Europas.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Nichts ist selbstverst\u00e4ndlich, vor allem nicht Freiheit und Demokratie &#8211; auch nicht in Europa.<\/p><cite>Charles Michel<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein geeintes, friedliches und immer st\u00e4rkeres Europa. Ein Europa, in dem Gesetz und Regeln die Rechte jedes einzelnen sch\u00fctzen. Ein freies und solidarisches Europa. Ein innovatives politisches Projekt, beispiellos in der Geschichte, das auf Dialog, Respekt und Toleranz errichtet ist. <\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich hat die Union politische und historische Unterschiede nicht ausgehebelt, noch die unterschiedlichen Interessen unserer Mitgliedstaaten, doch sie hat radikal die Art und Weise ge\u00e4ndert, wie wir mit ihnen umgehen: wir sind von einem konfrontativen Modell zum kooperativen Verhandlungsmodell \u00fcbergegangen. Das ist die gemeinschaftliche Methode. Wir haben gemeinsame Regeln geschaffen, welche f\u00fcr Staaten mit unterschiedlichen Institutionen bindend sind \u2013 Regeln, die in gemeinsamen Werten und Prinzipien verankert sind. Am Tisch des europ\u00e4ischen Rates bilden wir mit allen 27 Staaten eine Familie. <\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich haben wir Differenzen &#8211; manchmal Streitigkeiten. Wir verbringen Stunden, gar Tage und N\u00e4chte damit, zu diskutieren, zu palavern, zu argumentieren um Einigkeit zu erlangen. Und wir schaffen es, zumindest sehr h\u00e4ufig: letztlich hat das Wesentliche Vorrang. <\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich h\u00e4ngt der Erfolg der EU an Worten \u2013 jenen in den Vertr\u00e4gen \u2013, doch nur so lange die Worte sich in Taten \u00fcbersetzen, in nie dagewesenen Leistungen; wir sind der gr\u00f6\u00dfte demokratische Raum der Welt und wir sind eine Wirtschafts- und Handelsmacht mit 450 Millionen Verbrauchern. Wir sind auch \u2013 zu wenige wissen dies \u2013 der wichtigste F\u00f6rderer von Frieden und Entwicklung in der Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Phase der Ungewissheit, die durch den Beginn der Pandemie eingeleitet wurde, und in einer Welt, die sich durch die Umw\u00e4lzungen nach dem russischen Invasionskrieg in der Ukraine neu konfiguriert, sollten uns drei Orientierungspunkte helfen, einen Kurs zu finden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2014 Narben der Geschichte nicht verstecken<\/h3>\n\n\n\n<p>In liberalen Demokratien sehen wir die Menschenrechte und die davon abgeleiteten Freiheiten ganz selbstverst\u00e4ndlich als universelle Werte \u2013 sie sind schlie\u00dflich in der UN-Charta festgeschrieben. Doch in Drittstaaten wird unser Diskurs \u00fcber die Menschenrechte oft als westliches Herrschaftsinstrument wahrgenommen. Inmitten eines Angriffskrieges ist Putin der erste, der dieses Ph\u00e4nomen propagandistisch geschickt ausnutzt. Der Versuch, die Geschichte und die Geschichten zu verstehen, die kollektiven Traumata der V\u00f6lker in der Welt zu ermessen, f\u00fchrt zu einem besseren Verst\u00e4ndnis von gegenw\u00e4rtigen politischen Haltungen. Jedes Volk und jedes Land hat historische Wunden. In manchen F\u00e4llen sind diese vernarbt, aber bei weitem nicht immer. Unser Diskurs, der eine neue europ\u00e4ische Erz\u00e4hlung vermitteln soll, darf daher diesen oftmals unber\u00fccksichtigten Teil unserer Vergangenheit nicht au\u00dfer Acht lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere L\u00e4nder k\u00f6nnen dem Schleier des Verdachts in L\u00e4ndern, die unter dem Kolonialismus gelitten haben, nur schwer entgehen. Unser Diskurs \u00fcber Werte und Demokratie wird vielfach als moralisierend, belehrend und paternalistisch wahrgenommen oder dargestellt. Es war der Schrecken der beiden Weltkriege und der Shoah, der in Europa die Verantwortung f\u00fcr die F\u00f6rderung der Achtung von Demokratie und Menschenw\u00fcrde so fest verankert hat. In gleicher Weise muss die Kenntnis und Anerkennung der Geschichte uns Europ\u00e4er dazu bringen, einander besser zu kennen und zu verstehen. Dieser Ansatz darf weder den Beitrag von Nicht-Europa zu Europa, noch das Erbe Europas in Nicht-Europa und unsere Interaktionen mit dem Rest der Welt au\u00dferhalb der der Union ausschlie\u00dfen. Dies ist ein Schl\u00fcssel zu gegenseitigem Respekt, zu Intelligenz und zu kollektivem Handeln.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2014 Bindung der Macht an das Vertrauen in unsere Demokratien<\/h3>\n\n\n\n<p>Demokraten sind der Menschenw\u00fcrde verpflichtet. Autokraten k\u00fcmmern sich nicht um derartige Bedenken und k\u00f6nnen daher auf zynische Weise ihre harte Macht auf Kriegsschaupl\u00e4tzen schneller und einfacher einsetzen. Das sehen wir in Syrien, Libyen, im Jemen und in Afrika, sei es durch regul\u00e4re Armeen oder gar durch eine Privatisierung des Krieges: daf\u00fcr sind die Gruppe Wagner oder die syrischen S\u00f6ldner anschauliche Beispiele. <\/p>\n\n\n\n<p>In einer Demokratie muss die Zustimmung der B\u00fcrger durch ihre parlamentarischen Vertreter unsere Entscheidungen legitimieren. Ist das eine Schw\u00e4che? Ich sehe das nicht so. Ganz im Gegenteil. Vertrauen ist die dauerhafteste Grundlage f\u00fcr Freiheit und Frieden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>In einer Demokratie muss die Zustimmung der B\u00fcrger durch ihre parlamentarischen Vertreter unsere Entscheidungen legitimieren. Vertrauen ist die dauerhafteste Grundlage f\u00fcr Freiheit und Frieden.<\/p><cite>Charles Michel<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u2014 Aufbau von Partnerschaften in der ganzen Welt<\/h3>\n\n\n\n<p>Um eine Macht zu sein, muss Europa au\u00dferdem Partnerschaften eingehen und Br\u00fccken in die ganze Welt bauen. Dabei muss es ohne Komplexe und mit Respekt vorgehen, aber auch mit der Bestimmtheit unserer Werte und dem Bewusstsein unserer wirtschaftlichen St\u00e4rke. Dies gilt sowohl f\u00fcr unsere Beziehungen zum indo-pazifischen Raum als auch f\u00fcr unsere Beziehungen zu China, Lateinamerika und Afrika.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir d\u00fcrfen nicht wegschauen, wenn es um unsere Grundwerte und unsere vorrangigen Interessen geht. Es gilt, Einigung zu erzielen, um globale Ziele zu erreichen, beim Klima oder in Fragen der Sicherheit. Strategische Geduld zu beweisen, wo diese notwendig ist. Die Gelegenheit zu nutzen und zu beschleunigen, wenn es sinnvoll ist.<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser schwierigen Zeit, in der wir Umw\u00e4lzungen und gro\u00dfe Ver\u00e4nderungen erleben, sind Klarheit und Gelassenheit wichtiger denn je. Lassen wir uns nicht von Angst \u00fcberw\u00e4ltigen. Stattdessen sollten wir stolz darauf sein, das europ\u00e4ische Versprechen zu leben: Frieden, Freiheit und Wohlstand statt Krieg und Niedergang.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie kann Europa \u2013 nach der Pandemie, nach dem Ukrainekrieg \u2013 in die zwanziger Jahre eintreten? 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