{"id":1383,"date":"2025-08-26T14:03:00","date_gmt":"2025-08-26T14:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/legrandcontinent.eu\/de\/?p=1383"},"modified":"2025-08-26T14:44:37","modified_gmt":"2025-08-26T14:44:37","slug":"mario-draghi-den-kurs-unseres-kontinents-aendern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/legrandcontinent.eu\/de\/2025\/08\/26\/mario-draghi-den-kurs-unseres-kontinents-aendern\/","title":{"rendered":"Mario Draghi: Den Kurs unseres Kontinents \u00e4ndern"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"intro\">Fast drei\u00dfig Jahre ist es her, dass der damalige Bundespr\u00e4sident Roman Herzog in seiner ber\u00fchmten \u201eRuck-Rede\u201c die politische Klasse und die Gesellschaft in Deutschland mahnte, das Land aus einer drohenden Erstarrung zu befreien. Angesichts der gewaltigen Herausforderungen nach der Wiedervereinigung forderte er einen Aufbruch, ein &#8222;In-Bewegung-Setzen&#8220; der Republik. Seine Worte hallten nach und gelten r\u00fcckblickend als geistiger Auftakt f\u00fcr die Reformagenda der Regierung Schr\u00f6der wenige Jahre sp\u00e4ter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"intro\">Heute steht Deutschland erneut an einem Scheideweg. Die Wirtschaft ist seit 2019 nicht mehr gewachsen, die Politik in Berlin ist von Koalitionsstreitigkeiten gepr\u00e4gt, geopolitische Spannungen engen den Handlungsspielraum ein. Die Symptome sind dieselben: An\u00e4mie und Reformstau. Erneut braucht es einen \u201eRuck\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"intro\">Doch woher soll er kommen? In Zeiten, in denen die politischen Eliten des Landes allzu sehr mit sich selbst besch\u00e4ftigt sind, mag der Blick nach au\u00dfen f\u00fchren \u2013 zu Mario Draghi. Seine Ansprache an die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger Europas vom 22. August 2025 ist eine schonungslose Analyse der gegenw\u00e4rtigen Lage. Er kritisiert die fehlende Ambition, die mangelnde Vorstellungskraft und die Neigung Europas, selbst angesichts dramatisch ver\u00e4nderter Umst\u00e4nde im Gewohnten zu verharren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"intro\">Diese Diagnose trifft auf kaum ein Land so zu wie auf Deutschland \u2013 und zugleich liegt gerade hier der Schl\u00fcssel, ob Europa \u201eseinen Kurs \u00e4ndert\u201c, wie Draghi es fordert. Deutschland besitzt die Kraft, Dynamik in den europ\u00e4ischen Reformprozess zu bringen \u2013 oder ihn durch Z\u00f6gern zu blockieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"intro\">Gerade deshalb sollte diese Rede Pflichtlekt\u00fcre in Berlin sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"intro\"><em>(<a href=\"https:\/\/geopolitique.eu\/en\/2025\/08\/24\/mario-draghi-how-do-we-change-our-continents-trajectory\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">english<\/a>, <a href=\"https:\/\/legrandcontinent.eu\/es\/2025\/08\/22\/como-cambiar-el-rumbo-de-nuestro-continente\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">espa\u00f1ol<\/a>, <a href=\"https:\/\/legrandcontinent.eu\/fr\/2025\/08\/22\/mario-draghi-comment-changer-la-trajectoire-de-notre-continent\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">fran\u00e7ais<\/a>, <a href=\"https:\/\/legrandcontinent.eu\/it\/2025\/08\/22\/come-cambiare-la-traiettoria-del-nostro-continente\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">italiano<\/a>)<\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Europa als Zuschauer<\/h2>\n\n\n\n<p>Jahrelang glaubte die Europ\u00e4ische Union, dass das wirtschaftliche Gewicht ihres 450 Millionen Konsumenten starken Marktes dem Kontinent geopolitische Macht und Einfluss in der internationalen Handelspolitik verschaffen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>2025 wird uns als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem diese Illusion zerbrochen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Es blieb uns nichts anderes \u00fcbrig, als zu akzeptieren, dass die Vereinigten Staaten \u2013 unser gr\u00f6\u00dfter Handelspartner und langj\u00e4hriger Verb\u00fcndeter \u2013 einseitige Z\u00f6lle auf uns erheben.<\/p>\n\n\n\n<p>Derselbe Verb\u00fcndete zwang uns, die Milit\u00e4rausgaben zu erh\u00f6hen. Eine Entscheidung, die wir vielleicht ohnehin h\u00e4tten treffen m\u00fcssen. Doch die Beschl\u00fcsse des NATO-Gipfels in Den Haag erh\u00f6hen die Ausgaben wahrscheinlich nicht in einer Weise, die den Interessen Europas entspricht. Obwohl die Europ\u00e4ische Union den gr\u00f6\u00dften finanziellen Beitrag an die Ukraine leistet und das gr\u00f6\u00dfte Interesse an einem gerechten Frieden hat, spielt sie bisher nur eine marginale Rolle in den Friedensverhandlungen.<\/p>\n\n\n\n<p>China unterst\u00fctzt offen Russlands Krieg. Und doch baut Peking seine industriellen Kapazit\u00e4ten aus. China kann auf Europas Markt setzen, um seine \u00dcberproduktion abzusetzen, w\u00e4hrend Trumps Z\u00f6lle den Zugang zum amerikanischen Markt einschr\u00e4nken.<\/p>\n\n\n\n<p>Europa will dagegenhalten, doch der Protest hat wenig Wirkung gezeigt. China hat deutlich gemacht, dass es Europa nicht als gleichberechtigten Partner betrachtet. Peking hat sogar seine Kontrolle \u00fcber seltene Erden als Waffe eingesetzt, um unsere Abh\u00e4ngigkeit weiter zu verst\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend iranische Nuklearanlagen bombardiert wurden und sich das Massaker in Gaza intensivierte, blieb die Europ\u00e4ische Union ebenfalls blo\u00dfer Zuschauer.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ereignisse dieses Sommers haben jede Illusion zerst\u00f6rt, dass wirtschaftliche Macht allein Garant f\u00fcr eine Form geopolitischer St\u00e4rke sein k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Skepsis gegen\u00fcber Europa neue H\u00f6hen erreicht hat. Aber es ist wichtig, uns zu fragen, woher diese Skepsis wirklich kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Meiner Meinung nach spiegelt die Skepsis keine Abkehr von den Werten wider, auf denen die Europ\u00e4ische Union gegr\u00fcndet wurde: Demokratie, Frieden, Freiheit, Unabh\u00e4ngigkeit, Souver\u00e4nit\u00e4t, Wohlstand und Fairness. Selbst diejenigen, die glauben, die Ukraine solle den Forderungen Russlands nachgeben, w\u00fcrden niemals dasselbe Schicksal f\u00fcr ihre eigenen L\u00e4nder akzeptieren; auch sie sch\u00e4tzen Freiheit, Unabh\u00e4ngigkeit und Frieden sowie Solidarit\u00e4t \u2013 wenn auch nur f\u00fcr sich selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Mir scheint vielmehr, dass diese Skepsis daher r\u00fchrt, dass die Union M\u00fche hat, diese Werte zu verteidigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist teilweise verst\u00e4ndlich. Politische Organisationsmodelle \u2013 insbesondere solche, die \u00fcber Staaten hinausgehen \u2013 entstehen auch als Antwort auf die Probleme ihrer Zeit. Wenn sich diese Probleme so weit entwickeln, dass sie die bestehende Organisation schw\u00e4chen und verwundbar machen, muss sich diese Organisation ver\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist der Grund, warum die Union gegr\u00fcndet wurde. In der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts hatten die bisherigen Modelle politischer Organisation \u2013 die Nationalstaaten \u2013 in vielen L\u00e4ndern v\u00f6llig versagt, diese Werte zu verteidigen. Viele Demokratien hatten jegliche Regeln abgelehnt. Brutale Gewalt regierte, und Europa st\u00fcrzte in den Zweiten Weltkrieg.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Europ\u00e4er erschien es damals fast selbstverst\u00e4ndlich, dass es nun einer Form kollektiver Verteidigung f\u00fcr Demokratie und Frieden bed\u00fcrfe. Die Europ\u00e4ische Union stellte eine Weiterentwicklung dar, um auf das dr\u00e4ngendste Problem der Zeit zu reagieren: die Tendenz Europas, in Konflikte zu versinken.<\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00e4re absurd, so zu tun, als w\u00e4ren wir ohne die EU besser dran.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Jahren nach dem Krieg wandelte sich die EU erneut und f\u00fcgte sich in die neoliberale \u00c4ra zwischen 1980 und Anfang der 2000er Jahre ein. Diese Zeit war gepr\u00e4gt vom Glauben an Freihandel und Markt\u00f6ffnung, an die gemeinsame Achtung multilateraler Regeln und an die bewusste Reduzierung staatlicher Macht. Funktionen wurden delegiert, unabh\u00e4ngigen Agenturen gr\u00f6\u00dfere Autonomie einger\u00e4umt.<\/p>\n\n\n\n<p>Europa florierte in dieser Welt: Es verwandelte seinen gemeinsamen Markt in einen Binnenmarkt, wurde zu einem wichtigen Akteur in der Welthandelsorganisation WTO und schuf unabh\u00e4ngige Beh\u00f6rden, die Wettbewerb garantieren und \u00fcber die W\u00e4hrungspolitik wachen sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber diese Welt existiert nicht mehr. Und viele ihrer charakteristischen Merkmale sind verschwunden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die existenziellen Bedrohungen der neuen Welt<\/h2>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend man sich fr\u00fcher \u2013 zu Recht oder zu Unrecht \u2013 auf die M\u00e4rkte verlie\u00df, um die Wirtschaft zu steuern, ist heute Industriepolitik im gro\u00dfen Ma\u00dfstab zur neuen Norm geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher wurden Regeln respektiert. Heute setzt man auf milit\u00e4rische Mittel und wirtschaftliche Erpressung, um nationale Interessen durchzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo einst die Macht des Staates eingeschr\u00e4nkt wurde, werden heute alle verf\u00fcgbaren Mittel in seinem Namen mobilisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Europa ist schlecht ger\u00fcstet f\u00fcr eine Welt, in der Geo\u00f6konomie, Verteidigung und die Resilienz der Lieferketten die internationale Handelspolitik st\u00e4rker bestimmen als das Streben nach wirtschaftlicher Effizienz.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen unsere politische Organisation an die Anforderungen unserer Zeit anpassen, wenn diese existenziell sind. Wir Europ\u00e4er m\u00fcssen uns dar\u00fcber einigen, was die neue Welt von uns erfordert.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist offensichtlich, dass die Zerst\u00f6rung der EU, um zu einer nationalen Souver\u00e4nit\u00e4t zur\u00fcckzukehren, uns nur noch mehr den Launen der Gro\u00dfm\u00e4chte aussetzen w\u00fcrde. Aber es ist ebenso wahr, dass wir Europa gegen die wachsende Skepsis nicht verteidigen k\u00f6nnen, wenn wir allein auf die Lehren der Vergangenheit zur\u00fcckgreifen, um die Zukunft zu gestalten. Die Erfolge der vergangenen Jahrzehnte waren Antworten auf spezifische Herausforderungen ihrer Zeit \u2013 sie sagen jedoch wenig \u00fcber unsere F\u00e4higkeit aus, die Probleme von heute zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Anzuerkennen, dass wirtschaftliche Macht eine notwendige, aber nicht hinreichende Voraussetzung f\u00fcr geopolitischen Einfluss ist, k\u00f6nnte ein Ausgangspunkt f\u00fcr \u00dcberlegungen zur politischen Zukunft der Union sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir d\u00fcrfen uns zwar in Erinnerung rufen, dass die Europ\u00e4ische Union in der Vergangenheit immer wieder in der Lage war, sich zu wandeln. Doch die Anpassung an die neoliberale Ordnung war vergleichsweise eine einfache Aufgabe: Das Ziel war die \u00d6ffnung der M\u00e4rkte und die Begrenzung staatlicher Eingriffe. Die Union konnte daher in erster Linie als Regulierungsbeh\u00f6rde und Schiedsrichter auftreten \u2013 und die schwierigere Frage der politischen Integration vertagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die aktuellen Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen, muss die Union ihre Rolle als Zuschauer \u2013 oder bestenfalls Nebendarsteller \u2013 aufgeben und zu einem Hauptakteur werden. Sie muss ihre politische Organisation \u00e4ndern, die untrennbar mit ihrer F\u00e4higkeit verbunden ist, wirtschaftliche und strategische Ziele zu erreichen. Wirtschaftsreformen bleiben in diesem Prozess ebenfalls eine notwendige Voraussetzung.<\/p>\n\n\n\n<p>Fast achtzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird die kollektive Verteidigung der Demokratie von Generationen, die diese Zeit des Krieges nicht erlebt haben, als selbstverst\u00e4ndlich angesehen. Ihr Bekenntnis zur europ\u00e4ischen Integration h\u00e4ngt jedoch entscheidend davon ab, ob wir den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern eine \u00fcberzeugende Vision f\u00fcr die Zukunft bieten k\u00f6nnen \u2013 einschlie\u00dflich eines Wirtschaftswachstums, das in Europa seit drei\u00dfig Jahren schw\u00e4cher ist als im Rest der Welt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zwei Hebel: Markt und Technologie<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Bericht \u00fcber die Wettbewerbsf\u00e4higkeit Europas hat zahlreiche Bereiche aufgezeigt, in denen wir an Boden verlieren und Reformen dringend erforderlich sind. Ein Thema zieht sich dabei wie ein roter Faden durch den gesamten Bericht: die Notwendigkeit, die europ\u00e4ische Dimension in zwei Richtungen voll auszusch\u00f6pfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste ist der Binnenmarkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Einheitliche Europ\u00e4ische Akte wurde vor fast vierzig Jahren verabschiedet. Und doch gibt es nach wie vor erhebliche Hindernisse f\u00fcr den innereurop\u00e4ischen Handel. Die Beseitigung dieser Hindernisse h\u00e4tte enorme Auswirkungen auf das Wachstum in Europa.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Internationale W\u00e4hrungsfonds sch\u00e4tzt, dass die Arbeitsproduktivit\u00e4t in der EU innerhalb von sieben Jahren um etwa 7 % gesteigert werden k\u00f6nnte, wenn unsere internen Handelsbarrieren auf das Niveau der Vereinigten Staaten gesenkt w\u00fcrden. In den letzten sieben Jahren betrug das Gesamtwachstum der Produktivit\u00e4t in Europa lediglich 2 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kosten dieser Handelsbarrieren sind bereits sichtbar. Die europ\u00e4ischen L\u00e4nder planen bis 2031 Verteidigungsausgaben in H\u00f6he von 2 Billionen Euro. Ein Viertel davon kommt aus Deutschland. Und dennoch erheben wir weiterhin interne Handelsbarrieren, die einem Zollsatz von 64 % auf Industrieausr\u00fcstung und 95 % auf Metalle entsprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse sind eindeutig: langsame Ausschreibungen, h\u00f6here Kosten und mehr Bestellungen bei Lieferanten au\u00dferhalb der Union. Unsere Wirtschaft wird dadurch nicht angekurbelt. All dies aufgrund von Hindernissen, die wir uns selbst auferlegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zweite Dimension betrifft die Technologie.<\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts der globalen Entwicklung ist klar: Kein Land, das Wohlstand und Souver\u00e4nit\u00e4t anstrebt, kann es sich leisten, im Wettlauf um kritische Technologien au\u00dfen vor zu bleiben. Die Vereinigten Staaten und China nutzen offen ihre Kontrolle \u00fcber strategische Ressourcen und Technologien, um Zugest\u00e4ndnisse in anderen Bereichen zu erzwingen. Jede \u00fcberm\u00e4\u00dfige Abh\u00e4ngigkeit ist unvereinbar mit einer souver\u00e4nen Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch kein europ\u00e4isches Land verf\u00fcgt allein \u00fcber die notwendigen Ressourcen, um die daf\u00fcr erforderlichen industriellen Kapazit\u00e4ten aufzubauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Halbleiterindustrie veranschaulicht diese Herausforderung besonders deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Chips sind f\u00fcr die digitale Revolution unverzichtbar. Doch die Fabriken, die sie herstellen, erfordern enorme Investitionen.<\/p>\n\n\n\n<p>In den USA konzentrieren sich \u00f6ffentliche und private Mittel auf eine kleine Anzahl gro\u00dfer Fabriken mit Projekten im Umfang von 30 bis 65 Milliarden Dollar. In Europa hingegen werden die meisten Investitionen auf nationaler Ebene beschlossen \u2013 meist in Form staatlicher Unterst\u00fctzung. Die Projekte sind kleiner (2 bis 3 Milliarden Dollar) und auf verschiedene L\u00e4nder verteilt, die jeweils eigene Priorit\u00e4ten setzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Europ\u00e4ische Rechnungshof hat bereits davor gewarnt, dass es unwahrscheinlich ist, dass die EU ihr Ziel erreichen wird, bis 2030 einen Anteil von 20 % am weltweiten Chip-Markt zu halten. Derzeit liegt er bei weniger als 10 %.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob Binnenmarkt oder Technologie: Immer wieder kommen wir auf denselben Punkt zur\u00fcck \u2013 um unsere Ziele zu erreichen, braucht es neue Formen europ\u00e4ischer Integration.<\/p>\n\n\n\n<p>Es liegt in unserer Hand, dies zu tun \u2013 etwa mit dem \u201e28. Regime\u201c, das \u00fcber die nationale Dimension hinausgeht, oder durch Vereinbarungen \u00fcber Projekte von gemeinsamem europ\u00e4ischen Interesse und deren gemeinsame Finanzierung. Nur so k\u00f6nnen diese Projekte eine technologisch angemessene und wirtschaftlich tragf\u00e4hige Gr\u00f6\u00dfenordnung erreichen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Notwendigkeit gemeinsamer Verschuldung<\/h2>\n\n\n\n<p>Es gibt gute und schlechte Schulden. Schlechte Schulden finanzieren laufende Ausgaben und belasten kommende Generationen. Gute Schulden finanzieren Investitionen in strategische Priorit\u00e4ten, steigern die Produktivit\u00e4t und erzeugen das Wachstum, das f\u00fcr ihre R\u00fcckzahlung erforderlich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute sind gute Schulden auf nationaler Ebene kaum mehr m\u00f6glich, da Investitionen, wenn sie isoliert erfolgen, nicht die kritische Masse erreichen, um Produktivit\u00e4t sp\u00fcrbar zu erh\u00f6hen und die Schulden zu rechtfertigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur gemeinsame Schulden k\u00f6nnen gro\u00df angelegte europ\u00e4ische Projekte erm\u00f6glichen, die durch fragmentierte nationale Anstrengungen niemals verwirklicht w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies gilt insbesondere f\u00fcr den Verteidigungsbereich, vor allem in Forschung und Entwicklung. Es gilt f\u00fcr den Energiesektor, wo Investitionen in europ\u00e4ische Netze und Infrastrukturen anstehen. Und es gilt f\u00fcr disruptive Technologien \u2013 ein Bereich mit hohem Risiko, dessen Erfolge jedoch entscheidend f\u00fcr die Transformation unserer Volkswirtschaften sein werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ins Handeln kommen<\/h2>\n\n\n\n<p>Skepsis kann n\u00fctzlich sein; sie hilft, den Nebel der Rhetorik zu durchdringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch wir m\u00fcssen auch daran glauben, dass Ver\u00e4nderung m\u00f6glich ist \u2013 und Vertrauen in unsere F\u00e4higkeit haben, sie umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern Europas m\u00f6chte ich Folgendes sagen: Sie alle sind in einem Europa aufgewachsen, in dem die Nationalstaaten an Bedeutung verloren haben. Sie sind in einer Welt aufgewachsen, in der es selbstverst\u00e4ndlich ist, in andere L\u00e4nder zu reisen, dort zu arbeiten und zu studieren. Viele von Ihnen sehen sich sowohl als Italiener, Franzosen oder Deutsche \u2013 als auch als Europ\u00e4er. Viele erkennen, dass Europa kleinen L\u00e4ndern erm\u00f6glicht, gemeinsam Ziele zu erreichen, die sie allein nie erreichen k\u00f6nnten \u2013 gerade in einer Welt, die von Superm\u00e4chten wie den USA und China dominiert wird. Es ist daher nur nat\u00fcrlich, dass Sie sich w\u00fcnschen, dass Europa sich ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Laufe der Jahre hat die Union immer wieder auf Krisen reagiert \u2013 oft \u00fcber alle Erwartungen hinaus.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben das historische Tabu gemeinsamer Schulden w\u00e4hrend der Pandemie \u00fcberwunden und uns gegenseitig geholfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben in Rekordzeit eine gewaltige Impfkampagne umgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben auf Russlands Invasion der Ukraine mit beispielloser Einheit und Entschlossenheit reagiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch das waren Reaktionen auf Notsituationen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Herausforderung heute ist eine andere: Mit derselben Entschlossenheit auch in normalen Zeiten zu handeln, um den neuen Realit\u00e4ten der Welt zu begegnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese neue Welt ist uns nicht wohlgesonnen. Sie wartet nicht auf langsame gemeinschaftliche Rituale, bevor sie ihre St\u00e4rke demonstriert. Sie verlangt eine radikale Ver\u00e4nderung unserer Ziele, Zeitpl\u00e4ne und Arbeitsmethoden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Anwesenheit von f\u00fcnf Staatschefs sowie der Pr\u00e4sidenten der Europ\u00e4ischen Kommission und des Rates beim j\u00fcngsten Treffen im Wei\u00dfen Haus war ein Zeichen der Einheit \u2013 f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger von weitaus gr\u00f6\u00dferem Wert als zahllose Sitzungen in Br\u00fcssel.<\/p>\n\n\n\n<p>Bislang kamen die meisten Anpassungsbem\u00fchungen aus dem privaten Sektor, der trotz instabiler Handelsbeziehungen seine St\u00e4rke bewiesen hat. Europ\u00e4ische Unternehmen integrieren modernste digitale Technologien, einschlie\u00dflich k\u00fcnstlicher Intelligenz, in einem Tempo, das mit den USA vergleichbar ist. Und Europas starke industrielle Basis k\u00f6nnte die gestiegene Nachfrage bedienen, indem sie die Produktion im Binnenmarkt st\u00e4rkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verz\u00f6gerungen liegen vor allem beim \u00f6ffentlichen Sektor. Hier sind die dringendsten Ver\u00e4nderungen erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Regierungen m\u00fcssen entscheiden, auf welche Sektoren sie ihre Industriepolitik konzentrieren wollen. Sie m\u00fcssen unn\u00f6tige Handelshemmnisse beseitigen und die Genehmigungsprozesse f\u00fcr den Ausbau der Energieinfrastruktur \u00fcberarbeiten. Sie m\u00fcssen festlegen, wie die gigantischen Investitionen finanziert werden sollen, die k\u00fcnftig n\u00f6tig sein werden. Die Europ\u00e4ische Kommission sch\u00e4tzt sie auf etwa 1,2 Billionen Euro j\u00e4hrlich. Und sie m\u00fcssen eine Handelspolitik entwickeln, die anerkennt, dass sich die Welt von multilateralen Regeln entfernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz gesagt: Die Europ\u00e4er m\u00fcssen wieder zu einheitlichem Handeln finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es geht darum, dies nicht erst zu tun, wenn die Umst\u00e4nde unhaltbar werden, sondern jetzt \u2013 solange wir noch die Macht haben, unsere Zukunft zu gestalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir k\u00f6nnen den Kurs unseres Kontinents \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Verwandeln Sie Ihre Skepsis in Taten. Verschaffen Sie sich Geh\u00f6r.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Europ\u00e4ische Union ist vor allem ein Instrument zur Verwirklichung der gemeinsamen Ziele ihrer B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie ist unsere beste Chance auf eine Zukunft in Frieden, Sicherheit, Unabh\u00e4ngigkeit und Solidarit\u00e4t. Sie ist eine Demokratie \u2013 und wir, Sie, die B\u00fcrger Europas, entscheiden \u00fcber ihre Priorit\u00e4ten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irgendwo zwischen Trump und Gaza-Trag\u00f6die: Ist Europa dazu verdammt, Zuschauer zu bleiben? <\/p>\n<p>Nein, sagt Mario Draghi.<\/p>\n<p>Er zieht eine schonungslose Bilanz. 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