{"id":1138,"date":"2025-02-21T16:30:03","date_gmt":"2025-02-21T16:30:03","guid":{"rendered":"https:\/\/legrandcontinent.eu\/de\/?p=1138"},"modified":"2025-02-21T17:08:48","modified_gmt":"2025-02-21T17:08:48","slug":"deutsche-wahlen-die-schluessel-zu-einer-entscheidenden-abstimmung-exklusive-umfragen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/legrandcontinent.eu\/de\/2025\/02\/21\/deutsche-wahlen-die-schluessel-zu-einer-entscheidenden-abstimmung-exklusive-umfragen\/","title":{"rendered":"Bundestagswahl 2025: Schl\u00fcsselerkenntnisse zur deutschen Parteienlandschaft im Wahlkampf (exklusive Umfragen)"},"content":{"rendered":"\n
Im Vorfeld der deutschen Bundestagswahlen am 23. Februar 2025 hat das franz\u00f6sische Meinungsforschungsinstitut Cluster 17 mehrere Studien durchgef\u00fchrt, um die wichtigsten Konfliktlinien und die Strukturierung der deutschen W\u00e4hlerschaft in Wertecluster zu verstehen. Der Artikel pr\u00e4sentiert die Ergebnisse der Wahltagsbefragung \u201cjour de votes\u201d bei der Europawahl im Juni vergangenen Jahres und der j\u00fcngsten Abfrage der Wahlabsichten, die zwischen dem 16. und 18. Februar 2025 im Rahmen der Studie in der Serie \u201cintentions de vote\u201d durchgef\u00fchrt wurde.<\/em><\/p>\n\n\n\n Die Europawahl am 9. Juni 2024 stand in Deutschland im Zeichen einer starken Ablehnung der Parteien der regierenden \u201cAmpelkoalition\u201d von B\u00fcndnis 90\/ Die Gr\u00fcnen, SPD (rot) und FDP (gelb). Die beiden letztgenannten Parteien erlitten einen betr\u00e4chtlichen Stimmenverlust im Vergleich zu den Bundestagswahlen 2021: Die FDP fiel von 11,5 % auf 5,2 % und verlor damit mehr als die H\u00e4lfte ihrer W\u00e4hlerstimmen. Der R\u00fcckgang der SPD von 25,7 % auf 13,9 % war \u00e4hnlich beeindruckend. Im Vergleich dazu fiel der Stimmenverlust der Gr\u00fcnen mit \u201enur\u201c 2,9 Prozentpunkten von 14,8 % auf 11,9 % etwas geringer aus. In Summe kam die Ampelkoalition, die bei ihrem Amtsantritt am 8. Dezember 2021 f\u00fcr sich beanspruchen konnte, 52 % der W\u00e4hlerschaft zu repr\u00e4sentieren, am Abend des 9. Juni 2024 nur noch auf 31%. <\/p>\n\n\n\n Wie wir im Folgenden sehen werden, war diese Abwahl wohl unvermeidlich. Denn die Erwartungen der W\u00e4hlerschaft der verschiedenen Koalitionsparteien, insbesondere der Gr\u00fcnen und der FDP, waren nicht nur nicht kompatibel, sondern in Teilen sogar v\u00f6llig entgegengesetzt, und zwar entlang deutlich erkennbarer Konfliktlinien. Immer wieder hat sich die Koalition in Schl\u00fcsselbereichen ihres Koalitionsprogramms und ihrer Politik \u00fcberworfen und gespalten, was zweifellos dazu beigetragen hat, ihre Unpopularit\u00e4t noch weiter zu steigern: Energiewende, Sozialpolitik, Haushaltsdefizite… Letztlich waren es Differenzen in der Haushaltspolitik, die am 6. November zum R\u00fccktritt des Finanzministers, des FDP-Politikers Christian Lindner, f\u00fchrten und damit das Ende der Koalition besiegelten. In der Folge wurde der Zeitplan f\u00fcr die Wahlen beschleunigt und die Parlamentswahlen auf den 23. Februar 2025 vorgezogen, also sieben Monate vor dem von der Verfassung vorgesehenen Mandatsende.<\/p>\n\n\n\n